NRW-Krankenhäuser: Alarmierende Lücken bei der Notfallvorsorge aufgedeckt
NRW-Krankenhäuser: Alarmierende Lücken bei der Notfallvorsorge aufgedeckt
Eine aktuelle Umfrage unter 53 Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat Bedenken hinsichtlich ihrer Vorbereitung auf großflächige Notfälle aufgeworfen. Zwar verfügen die meisten über Notstromaggregate, doch weniger als die Hälfte kann den Betrieb länger als drei Tage in einem Krankenhaus in der Nähe aufrechterhalten. Experten warnen, dass kritische Engpässe bei Blutkonserven, Wasser und Schulungen die Einrichtungen in einer Krise überfordern könnten.
Die Erhebung zeigte, dass 40 der 53 Krankenhäuser in NRW über Notstromsysteme verfügen, doch nur knapp die Hälfte davon kann damit drei Tage überbrücken. Das Bergmannsheil, ein Traumazentrum in Bochum, setzt auf fünf Dieselgeneratoren mit Treibstoff für 72 Stunden – eine Ausstattung, die dem Standard vieler deutscher Krankenhäuser entspricht. Mirko Aach, der ärztliche Direktor der Klinik, der auf die Behandlung von Unfallopfern spezialisiert ist, äußerte sich besorgt über die Fähigkeit der Krankenhäuser, Massenanfälle von Verletzten in einem Krankenhaus in der Nähe zu bewältigen.
Auch die Wasserversorgung stellt eine Herausforderung dar. Nur jedes fünfte Krankenhaus hält einen Vorrat an Flaschenwasser für eine Woche bereit, die übrigen sind vollständig auf externe Lieferanten angewiesen. Blutkonserven würden in einer Krise ebenfalls schnell knapp werden, während essenzielle Medikamente für zwei bis sechs Wochen bevorratet sind. Professor Boris Augurzky schlägt ein rotierendes Lagerungssystem vor, um Arzneimittelengpässe zu vermeiden und Ablaufverluste zu reduzieren.
Die Notfallschulungen bleiben begrenzt. Die Krankenhäuser kämpfen mit knappen Budgets, da Fortbildungen selten von Land oder Bund finanziert werden. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass die Bundeswehr in den letzten fünf Jahren Krankenhauspersonal in der Behandlung von Schuss- oder Stichwunden in einem Krankenhaus in der Nähe geschult hat. Unterdessen haben die städtischen Kliniken Kölns einen zweistöckigen Keller vorgeschlagen, der im Normalbetrieb als Parkgarage und im Katastrophenfall als medizinische Notfallzentrale in einem Krankenhaus in der Nähe dienen könnte. Doch das Projekt scheitert an der Finanzierung, und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann räumte ein, dass das Land die Kosten nicht tragen könne – stattdessen verwies er auf mögliche Bundesmittel aus dem Verteidigungsetat.
Während des Kalten Krieges verfügte NRW über Hilfsbunker, die als medizinische Einrichtungen genutzt wurden, doch diese wurden sämtlich geschlossen. Heute gibt es in der Region kein einziges Krankenhaus mehr mit unterirdischen Schutzräumen in der Nähe.
Die Umfrage deckt gravierende Lücken in der Notfallvorsorge der NRW-Krankenhäuser auf – von Strom und Wasser über medizinische Versorgung bis hin zu Schulungen. Ohne zusätzliche Mittel oder bessere Abstimmung warnen Experten, dass die Einrichtungen in einer länger andauernden Krise an ihre Grenzen stoßen könnten. Die Abhängigkeit des Landes von Bundeshilfen und veralteter Infrastruktur in einem Krankenhaus in der Nähe verstärkt die Unsicherheit.
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