15 April 2026, 14:17

NRW baut Ladesäulen aus – doch die Infrastruktur bleibt hinter dem E-Auto-Boom zurück

Elektrofahrzeug-Ladestation mit Treppe und Geländer neben einem Gebäude mit Säulen und Fenstern, umgeben von Gras, Pflanzen und Bäumen.

Anzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladesäulen aus – doch die Infrastruktur bleibt hinter dem E-Auto-Boom zurück

Nordrhein-Westfalen verzeichnet stetigen Ausbau öffentlicher Ladesäulen – doch die Infrastruktur hinkt dem Bedarf hinterher

In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Zahl der öffentlichen Ladestationen für Elektroautos im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen. Die Anzahl der Ladepunkte erhöhte sich um 18 Prozent und erreichte fast 35.300 im gesamten Bundesland. Dennoch bleiben Zweifel, ob die Infrastruktur mit der wachsenden Nachfrage Schritt halten kann.

Stand 1. Juli kamen in NRW auf jeden öffentlich zugänglichen Ladepunkt 19,5 Elektrofahrzeuge. Damit belegte das Land im bundesweiten Vergleich der Flächenländer den drittletzten Platz. Innerhalb NRWs wies Oberhausen mit 10,2 Fahrzeugen pro Ladesäule das beste Verhältnis auf, während Heilbronn in Baden-Württemberg mit nur 4,8 Fahrzeugen pro Ladepunkt bundesweit führend war.

Die Zahl der Schnellladestationen (mit einer Leistung von über 22 Kilowatt) in NRW liegt mittlerweile bei rund 8.300. Auch die durchschnittliche Ladeleistung stieg um über 11 Prozent auf 38,7 Kilowatt pro Ladepunkt. Allerdings warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA), dass sich das Expansionstempo zuletzt verlangsamt hat.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller betonte die Dringlichkeit, den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen. Sie verwies auf weiterhin bestehende Lücken im deutschen Ladesäulennetz und forderte schnellere Maßnahmen, um der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen gerecht zu werden.

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Die aktuellen Zahlen zeigen zwar Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur in NRW, doch bleiben Herausforderungen bestehen. Mit fast 35.300 öffentlichen Ladepunkten muss das Land nun Ungleichheiten beim Zugang beseitigen und die Dynamik aufrechterhalten. Die Warnungen des VDA deuten darauf hin, dass ein weiterer Beschleunigungsschub nötig ist, um den künftigen Bedarf zu decken.

Quelle