NRW-Apotheken legen für Großdemo die Arbeit nieder – und fordern faire Löhne
Laila SchomberNRW-Apotheken legen für Großdemo die Arbeit nieder – und fordern faire Löhne
Apotheken in Nordrhein-Westfalen bereiten sich auf Großdemo vor
Am Montag, den 23. März 2026, wollen Apotheken in Nordrhein-Westfalen mit einer flächendeckenden Protestaktion auf ihre prekären Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. Fast alle Apotheken in Köln werden an diesem Tag geschlossen bleiben, während sich Kollegen in Meerbusch und Düsseldorf solidarisieren und ebenfalls die Arbeit niederlegen – für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
Die Aktion stößt auf breite Unterstützung: Schätzungsweise 95 Prozent der Apotheken in der Region wollen sich beteiligen. In Meerbusch schließen sich alle elf örtlichen Apotheken an; mit Plakaten und Absperrband machen sie auf ihren Protest aufmerksam. Ein Pendelbus soll Demonstranten von Köln nach Düsseldorf bringen, wo die Veranstalter mit Zehntausenden Teilnehmern rechnen – deutlich mehr als bei einer ähnlichen Kundgebung 2023, als rund 7.000 Menschen auf die Straße gingen.
Die MVDA-Genossenschaft ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme auf und stellt Vorlagen bereit, um Patienten und Ärzte über die Schließungen zu informieren. Die Apotheker verzeichnen dabei starke Rückendeckung aus der Bevölkerung; negative Reaktionen gab es bisher nicht. In Meerbusch entsteht zudem ein Video, das die Forderungen der Branche unterstreichen und die Botschaft der Protestierenden verstärken soll.
Die Beteiligten betonen, dass Apotheken vor Ort eine unverzichtbare Rolle im Gesundheitswesen spielen, gleichzeitig aber unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssten. Mit der Demonstration wollen sie dringend notwendige Veränderungen bei der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen erzwingen – und der Politik sowie der gesamten Branche ein klares Signal senden.
Durch die koordinierten Schließungen kommt es zwar zu Einschränkungen im regulären Betrieb, doch die Organisatoren halten die Aktion für unvermeidbar. Angesichts der hohen Beteiligung und der öffentlichen Unterstützung könnte der Protest zu einer der größten Kundgebungen von Apothekern in den letzten Jahren werden. Das Ergebnis dürfte auch die künftigen Verhandlungen über Löhne und Arbeitsstandards in der Branche prägen.






