Neues Zentrum bekämpft organisierte Kriminalität im Bergischen Land gemeinsam
Kirsten HentschelNeues Zentrum bekämpft organisierte Kriminalität im Bergischen Land gemeinsam
Fünf Städte im Bergischen Land haben eine neue Initiative gestartet, um organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität gezielt zu bekämpfen. Das Gemeinsame Koordinationszentrum Rhein-Wupper, kurz GeKo Rhein-Wupper, soll als zentrale Anlaufstelle für den Informationsaustausch und die Strafverfolgung dienen. Behördenvertreter bezeichnen das Projekt als Vorbild für regionale Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Sicherheit durch gemeinsames Handeln zu stärken.
Im GeKo werden Kommunalverwaltungen, Polizei, Staatsanwaltschaften, Zollbehörden und Finanzermittlungsstellen zusammenarbeiten. Durch die Bündelung von Ressourcen will das Zentrum Ermittlungen zu Delikten wie Bandenkriminalität, Sozialbetrug, Menschenhandel und Geldwäsche effizienter gestalten. Auch kommunales Fachwissen – etwa aus Gewerbeaufsicht und Liegenschaftsverwaltung – soll in die Bekämpfungsstrategien einfließen.
Stefan Grawe, der in Wuppertal ansässig ist, wird das Koordinationsteam leiten. Jede der fünf beteiligten Städte erhält eine feste Ansprechperson, während eine Steuerungsgruppe die strategischen Entscheidungen trifft. Die Initiative wird mit 280.000 Euro Landesmitteln gefördert und durch geteilte Personalkosten sowie Fachunterstützung gestützt.
Über die klassische Strafverfolgung hinaus zielt das GeKo darauf ab, öffentliche Einrichtungen zu schützen und das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken. Die Verantwortlichen betonen, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe sei – und die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen das wirksamste Instrument darstelle. Ähnliche Zentren gibt es zwar bereits in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens, doch das GeKo Rhein-Wupper setzt besonders auf Prävention und eine enge Verzahnung von Polizei und Kommunalbehörden.
Das Zentrum nimmt seine Arbeit mit klaren Strukturen und definierten Prioritäten auf. Sein Erfolg hängt davon ab, ob es gelingt, den Informationsaustausch und gemeinsame Strategien aller Beteiligten nachhaltig zu verankern. Bewährt sich das Modell, könnte es als Blaupause für weitere Regionen dienen.






