Neuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für vier weitere Jahre
Linus JesselNeuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für vier weitere Jahre
Bernd Neuendorf ist für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wiedergewählt worden. Die Entscheidung fiel auf dem 45. Ordentlichen DFB-Bundestag, wo alle 253 stimmberechtigten Delegierten ohne Gegenstimme für seine Führung votierten. Neuendorf betonte in seiner Rede die Fortschritte seiner ersten Amtszeit, darunter die erreichte finanzielle Stabilität und die wiederhergestellte Reputation der Organisation.
Der Bundestag bestätigte Neuendorf einstimmig für weitere vier Jahre an der Spitze. In seiner Ansprache erklärte er, der DFB habe ein strukturelles Jahresdefizit von 20 Millionen Euro überwunden und gleichzeitig die finanziellen sowie sportlichen Grundlagen gestärkt. Zudem sei der Verband in allen Bereichen – finanziell, organisatorisch und in der öffentlichen Wahrnehmung – konsolidiert worden.
Silke Sinning wurde nach einer knappen Abstimmung zur Vizepräsidentin gewählt. Sie erhielt 124 Stimmen und setzte sich damit knapp gegen Silke Raml durch, die auf 113 Stimmen kam; drei Delegierte enthielten sich. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem Bernard Dietz geehrt und zum siebten Ehrenkapitän der deutschen Nationalmannschaft ernannt.
Für die Zukunft steckte der DFB ehrgeizige finanzielle Ziele ab: Bis 2029 sollen Rücklagen in Höhe von 100 Millionen Euro aufgebaut und alle Schulden im Zusammenhang mit dem DFB-Campus bis zum Ende von Neuendorfs nächster Amtszeit getilgt werden. Zudem wurde eine neue Strategie bis 2030 vorgestellt, die darauf abzielt, die Vereine widerstandsfähiger zu machen und besser auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
Neuendorfs Wiederwahl ebnet den Weg für die Fortsetzung der finanziellen Erholung und strukturellen Reformen innerhalb des DFB. Der Verband strebt an, innerhalb von vier Jahren schuldenfrei zu sein und gleichzeitig seine Rücklagen auszubauen. Die neue Strategie soll die Vereine zudem dazu bringen, sich zu modernisieren und langfristig erfolgreich aufzustellen.






