04 January 2026, 02:14

Neue Studien entlarven den Mythos: Warum Ruhm das Leben verkürzt – und der „Club 27“ nur die Spitze ist

Zwei Personen, die Musikinstrumente spielen.

Neue Studien entlarven den Mythos: Warum Ruhm das Leben verkürzt – und der „Club 27“ nur die Spitze ist

Um den sogenannten „27er-Klub“ rankt sich ein langlebiger Mythos – eine Gruppe berühmter Musiker, die mit nur 27 Jahren starben. Namen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Amy Winehouse werden immer wieder mit diesem tragischen Muster in Verbindung gebracht. Doch aktuelle Forschungsergebnisse deuten auf ein grundlegenderes Problem hin: Berühmtheit selbst könnte das Leben verkürzen – unabhängig vom Alter.

Zu den „magnificent six“ des „27er-Klubs“ zählen Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Ihr Tod mit 27 Jahren nährte Spekulationen über einen Fluch oder einen risikoreichen Lebensstil, der mit frühem Ruhm einhergeht.

Studien zeigen, dass berühmte Persönlichkeiten im Durchschnitt 4,6 Jahre kürzer leben als Menschen ohne große öffentliche Bekanntheit. Ihr Risiko, früh zu sterben, liegt um 33 Prozent höher als bei Nicht-Prominenten. Bei Musikern sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung noch weiter – auf 75,19 Jahre im Vergleich zu 79,75 Jahren bei weniger bekannten Kollegen. Zwar bleibt der „27er-Klub“ eine auffällige Zufallserscheinung, doch die breitere Datenlage unterstreicht die gesundheitlichen Folgen von Ruhm. Stress, öffentliche Beobachtung und der Druck des Lebensstils werden häufig als mitverantwortlich genannt.

Die Zahlen offenbaren einen klaren Trend: Berühmtheit scheint die Lebenserwartung zu verringern. Musiker sind dabei besonders stark von einem erhöhten Sterberisiko betroffen – deutlich mehr als ihre weniger bekannten Pendants. Diese Erkenntnisse lenken den Blick vom Mythos des „27er-Klubs“ hin zu den generellen Auswirkungen von Prominenz auf Gesundheit und Lebensdauer.