21 January 2026, 16:25

Neue Polizeistruktur im Rhein-Kreis Neuss: Pilotprojekt startet mit zentraler Steuerung

Eine Gruppe von Polizisten in schwarzen Uniformen und Masken steht vor einem Gebäude mit Glasfenstern und Säulen in Berlin, Deutschland, einige halten Helme, mit Laternen, Verkehrszeichen, Schildern mit Text, einer Statue, anderen Menschen und grasbewachsenem Boden im Hintergrund.

Neue Polizeistruktur im Rhein-Kreis Neuss: Pilotprojekt startet mit zentraler Steuerung

Polizeistreifen im Rhein-Kreis Neuss werden im Rahmen eines Pilotprojekts umstrukturiert

Im Rhein-Kreis Neuss stehen Veränderungen bei den Polizeistreifen an: Ein neues Pilotprogramm soll für schnellere Einsatzzeiten und eine höhere Präsenz auf den Straßen sorgen. Betroffen sind die vier Kommunen Jüchen, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch, wo künftig angepasste Einsatzstrategien für die Streifenwagen gelten.

Ab sofort werden die Patrouillen in Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch von einer zentralen Basis am Polizeirevier Kaarst aus operieren. Ziel dieser Umstellung ist es, unnötige Fahrten zu vermeiden und so schneller an Einsatzorten eintreffen zu können. Trotz der Änderung bleiben die zuständigen Revierbeamten weiterhin regelmäßig in ihren jeweiligen Einsatzgebieten unterwegs.

In Jüchen werden die Streifenwagen künftig nicht mehr von örtlichen Wachen, sondern von Grevenbroich aus eingesetzt. Die Polizeipäsenz bleibt dadurch auf demselben Niveau wie vor Beginn des Pilotprojekts. Auch in Korschenbroich werden die Patrouillen künftig von Kaarst aus agieren – ohne dass die lokale Sichtbarkeit darunter leidet. Meerbusch folgt diesem Modell: Die Fahrzeuge sind ebenfalls in Kaarst stationiert, während das Team der Gemeindepolizei weiterhin in der Holbeinstraße präsent bleibt, um die lokale Nähe zu wahren. Die Verantwortlichen betonen, dass es bei den Änderungen ausschließlich um Effizienzsteigerungen gehe, nicht aber um Personalabbau oder eine Verringerung der Einsatzzeiten. Die örtlichen Polizeistationen bleiben wie gewohnt geöffnet und stehen der Bevölkerung für Anfragen zur Verfügung. Die Auswirkungen des Pilotprojekts auf die öffentliche Sicherheit in der Region werden genau beobachtet.

Ziel des Programms ist es, die Polizeiarbeit zu optimieren, ohne die Zahl der Beamten zu reduzieren oder den Bürgerzugang einzuschränken. Bei Erfolg könnte das neue System zu schnelleren Notfalleinsätzen und gleichmäßigeren Patrouillen führen. Bevor über eine dauerhafte Umsetzung entschieden wird, werden die Ergebnisse sorgfältig ausgewertet.