"Nein heißt Nein!": One Billion Rising kämpft gegen Gewalt an Frauen – auch im Karneval
Linus JesselTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - "Nein heißt Nein!": One Billion Rising kämpft gegen Gewalt an Frauen – auch im Karneval
Die globale Kampagne One Billion Rising lenkt einmal mehr die Aufmerksamkeit auf Gewalt gegen Frauen. Das diesjährige Motto "Nein heißt Nein! Selbst während des Karnevals!" rückt das Problem besonders in feierlichen Umfeldern wie Siegburg in den Fokus. Die Bewegung, die vor über einem Jahrzehnt ins Leben gerufen wurde, wächst weiter – mit Veranstaltungen in mehr als 200 Ländern und Territorien.
Gegründet wurde One Billion Rising 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler. Der Name der Kampagne bezieht sich auf eine erschreckende Statistik: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen erleben im Laufe ihres Lebens Gewalt. Die Initiative verbindet Online-Aktivismus mit öffentlichen Protesten und nutzt Tanz als kraftvolles Symbol des Widerstands.
In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich rund 30 Städte und Gemeinden an der Aktion. Duisburg und Detmold veranstalten Tanzevents, während in Siegburg die Botschaft mit den Karnevalsfeierlichkeiten verknüpft wird. Weltweit sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgerufen, Videos von sich zu teilen, in denen sie zur Hymne der Kampagne, "Women on Fire", tanzen.
Seit ihrem Start hat die Bewegung große Kundgebungen in Metropolen wie New York, London, Mumbai und Mexiko-Stadt organisiert. Zwar spielt Social Media eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Botschaft, doch betonen die Organisatorinnen und Organisatoren, dass reale Zusammenkünfte für eine nachhaltige Wirkung unverzichtbar bleiben.
Die Reichweite der Kampagne erstreckt sich über alle Kontinente – bei anhaltend hoher Gewaltgefährdung für Milliarden von Frauen. Durch die Verbindung von Kunst, Protest und digitalem Aktivismus hält One Billion Rising das Thema präsent. Die diesjährigen Veranstaltungen in Deutschland und weltweit unterstreichen: Einvernehmlichkeit darf nicht ignoriert werden – selbst im Festtagsrummel nicht.