München verlangt erstmals Gebühr für Cathy Hummels' WiesnBummel – und setzt Influencer unter Druck
Linus JesselMünchen verlangt erstmals Gebühr für Cathy Hummels' WiesnBummel – und setzt Influencer unter Druck
München führt erstmals Gebühr für Cathy Hummels' beliebten WiesnBummel ein
In diesem Jahr erhebt die Stadt München erstmals eine Gebühr für den populären WiesnBummel von Cathy Hummels. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, kommerzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Oktoberfest stärker zu regulieren. Hummels, deren Event längst zu einer Festtradition geworden ist, pflegt trotz der neuen Abgabe weiterhin ein gutes Verhältnis zu den lokalen Behörden.
Seit einem Jahrzehnt veranstaltet Cathy Hummels ihren WiesnBummel, der Prominente wie den Rapper Kollegah oder die Schauspieler Jenny Elvers und Oliver Pocher anzieht. Die Veranstaltung dient als Werbeplattform, wobei Hummels durch Markenkooperationen Einnahmen erzielt. Zwar betont sie stets die gute Zusammenarbeit mit der Stadt München, doch nun verlangt diese für die Nutzung der Marke Oktoberfest eine Gebühr – laut Berichten einen "sehr hohen fünfstelligen Betrag".
Seit 2022 setzt München ein strenges Markenschutzprogramm für das Oktoberfest durch. Dazu gehören eine Lizenzstelle, verpflichtende Verträge für Influencer:innen sowie juristische Schritte gegen unerlaubte kommerzielle Nutzung. Allein 2023 und 2024 wurden über 50 Influencer:innen wegen Verstößen verklagt, etwa wegen der unberechtigten Verwendung des Festivallogos. In diesem Jahr richtete die Stadt zudem eine eigene Abteilung für Influencer ein, die Partnerschaften überwacht und Abmahnungen ausspricht.
Die Entscheidung, Hummels eine Gebühr in Rechnung zu stellen, steht im Einklang mit dem Vorhaben Münchens, werbliche Aktivitäten während des Festes zu monetarisieren. Sollte ihr Event weiterhin Einnahmen generieren, könnten die Behörden eine noch engere Einbindung der Marke Oktoberfest anstreben. Der Schritt deutet zudem auf eine verschärfte Gangart hin: Künftig sollen vermehrt Influencer:innen ins Visier genommen werden, um die Einhaltung der Regeln zu sichern und das Vertrauen in die Marke zu wahren.
Hummels zeigt sich trotz der neuen Kosten offen für eine weitere Zusammenarbeit mit der Stadt. Die strengeren Kontrollen Münchens spiegeln das Ziel wider, die Marke Oktoberfest zu schützen und gleichzeitig ihre kommerzielle Attraktivität zu nutzen. Vorerst bleibt der WiesnBummel ein hochkarätiges Event – allerdings unter schärferer finanzieller und rechtlicher Aufsicht.






