Mülheimerin verliert sechsstellige Summe nach perfidem Betrug mit gefälschtem Sicherheitsanruf
Laila SchomberMülheimerin verliert sechsstellige Summe nach perfidem Betrug mit gefälschtem Sicherheitsanruf
Betrugsopfer aus Mülheim verliert sechsstelligen Betrag nach gefälschtem Anruf angeblicher Sicherheitsmitarbeiter
Eine ältere Frau aus Mülheim ist um einen sechsstelligen Betrag betrogen worden, nachdem Betrüger sich als Sicherheitsmitarbeiter ihrer Handelsplattform ausgegeben hatten. Die Täuschung spielte sich im Rahmen eines längeren Telefonats ab, bei dem die Hochstapler sie davon überzeugten, Kriminelle hätten ihr Konto für Kryptowährungstransaktionen missbraucht.
Der Betrug begann, als die Geschädigte eine Push-Benachrichtigung auf ihrem Smartphone erhielt – angeblich von ihrer Handels-App. Darin wurde sie aufgefordert, aus dringenden Sicherheitsgründen eine bestimmte Nummer anzurufen. Als sie dies tat, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams der App aus.
Der Betrüger behauptete, ihr Konto sei für Kryptogeschäfte kompromittiert worden. Um das Problem zu "lösen", überredete er sie, eine Fernzugriffssoftware auf ihrem PC zu installieren. Sobald dies geschehen war, übernahm der Hochstapler die Kontrolle über ihren Computer und leitete sie an, sich in ihr Girokonto einzuloggen.
Im Verlauf mehrerer Transaktionen überwies die Frau einen beträchtlichen Geldbetrag. Das Telefonat endete erst, als der falsche Mitarbeiter abrupt auflegte. Als ihr klar wurde, dass sie hereingelegt worden war, erstattete sie umgehend Anzeige bei der Polizei.
Während dieser Fall einen besonders raffinierten Betrug zeigt, sind umfassende Statistiken zu ähnlichen Vorfällen in Nordrhein-Westfalen rar. Der einzige dokumentierte Fall der letzten Monate betraf im Dezember zehn Personen, die als Strohmänner bei einer Sprachschulprüfung aufgetreten waren.
Die Frau hatte die Polizei unmittelbar nach der betrügerischen Überweisung des hohen Geldbetrags informiert. Die Behörden ermitteln nun, doch landesweit fehlen weitgehend Daten zu solchen Betrugsmaschen. Der Vorfall unterstreicht, wie Kriminelle zunehmend Fernzugriffstools missbrauchen und sich als vertrauenswürdige Dienstleister ausgeben, um ihre Opfer zu täuschen.