Mönchengladbach wappnet sich gegen mögliche Stromausfälle durch gezielte Angriffe

Mönchengladbach wappnet sich gegen mögliche Stromausfälle durch gezielte Angriffe
Behörden in Nordrhein-Westfalen warnen vor möglichem Stromausfall in Mönchengladbach
Die Behörden in Nordrhein-Westfalen haben davor gewarnt, dass Mönchengladbach von einem potenziellen Stromausfall betroffen sein könnte. Zwar bestehe derzeit keine akute Gefahr, doch räumen die Verantwortlichen ein, dass gezielte Angriffe auf das Stromnetz die Versorgung beeinträchtigen könnten. Die städtischen Rettungskräfte bereiten sich bereits auf solche Szenarien vor – insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Blackouts in anderen deutschen Regionen.
Ein großflächiger Stromausfall in Berlin hatte erst im vergangenen Monat rund 45.000 Haushalte tagelang ohne Elektrizität zurückgelassen. Die Wiederherstellung der Versorgung zog sich hin und offenbarten damit die Verwundbarkeit städtischer Energienetze. Die Feuerwehr Mönchengladbachs hatte sogar Unterstützung nach Berlin entsandt: Ein Spezialfahrzeug sowie ein 250-kVA-Notstromaggregat wurden zur Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung eingesetzt.
Besonders gefährdet gelten Deutschlands Großstädte und Industriezentren wie Berlin, Hamburg oder die Rhein-Ruhr-Region, da ihre dicht vernetzte Infrastruktur Angriffe begünstigen könnte. Schwerwiegende Blackouts bleiben jedoch selten, dank der eingebauten Redundanzen und Stabilität des Netzes. Für Mönchengladbach betonen die Behörden, dass es derzeit keine konkreten Hinweise auf ein erhöhtes Risiko gebe – absolute Sicherheit lasse sich allerdings nie garantieren.
Das lokale Verbraucherberatungszentrum verweist Bürgerinnen und Bürger an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Notfallrichtlinien bereithält. Die Bevölkerung wird aufgefordert, grundlegende Vorräte anzulegen, Geräte aufgeladen zu halten und Bargeld für den Fall eines Stromausfalls griffbereit zu haben. Die Stadt hat zudem 27 sogenannte "Leuchtfeuer-Stationen" eingerichtet, die mit Notstromaggregaten und Funkgeräten ausgestattet sind, um im Krisenfall Unterstützung zu leisten.
Um die Infrastruktur besser zu schützen, laufen derzeit Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz. Der geplante KRITIS-Dachgesetz-Entwurf zielt darauf ab, den Schutz kritischer Systeme zu verbessern, doch die Gesetzesvorlage steht noch nicht endgültig fest.
Aktuell bleibt die Stromversorgung in Mönchengladbach stabil, doch die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsorge auf. Notfallpläne und Backup-Systeme seien vorhanden, heißt es – gleichzeitig geben die Verantwortlichen zu, dass kein Netz vollständig gegen gezielte Bedrohungen gefeit sei. Die Stadt überwacht die Lage weiterhin und wartet auf strengere rechtliche Vorgaben zum Schutz kritischer Infrastrukturen.

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