17 April 2026, 02:12

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl umgeben von Reportern mit Kameras, Mikrofonen und Handys sowie einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland. Seit Februar 2022 arbeitet sie beim Bayerischen Rundfunk (BR) und präsentiert dort die Nachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihre Festanstellung folgte auf jahrelange Erfahrung und eine erfolgreiche Probezeit im Spätherbst 2023.

Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim BR, wo sie zunächst für die Rundschau – den Vorgänger von BR24 – tätig war. Im Laufe der Jahre stieg sie in die Moderation ein, während sie mit der Diagnose Multiple Sklerose lebte, einer Erkrankung, die sie seit zwölf Jahren auf den Rollstuhl angewiesen macht.

Anfangs hatte sie Bedenken, ob ihre Behinderung im Fernsehen sichtbar sein sollte. Doch nach ihrer Probezeit im Herbst 2023 übernahm sie die Rolle selbstbewusst – und erntete dafür große Anerkennung beim Publikum. Viele Zuschauer:innen äußerten sich positiv über ihre Präsenz und bedankten sich dafür, eine Rollstuhlfahrerin in einer so prominenten Position zu sehen.

Neben ihrer Tätigkeit als Nachrichtensprecherin setzt sich Kottmann für mehr Vielfalt in den Medien ein. Ihre Arbeit macht sie zur Vorbildfigur für Menschen mit körperlichen Behinderungen und bricht damit Barrieren im deutschen Fernsehen.

Mittlerweile ist sie regelmäßig in den Abendausgaben von BR24 zu sehen. Ihr Weg von hinter der Kamera vor die Kamera steht für einen Wandel in der Repräsentation. Die Reaktionen des Publikums unterstreichen, wie wichtig inklusives Fernsehen in der modernen Medienlandschaft ist.

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