Merkur erobert mit Gaming Arts-Übernahme den US-Spielautomatenmarkt bis 2025
Kirsten HentschelDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur erobert mit Gaming Arts-Übernahme den US-Spielautomatenmarkt bis 2025
Deutscher Spielehersteller Merkur setzt auf Nordamerika nach Übernahme des US-Unternehmens Gaming Arts 2025
Der deutsche Spieleautomatenhersteller Merkur hat nach der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025 den nordamerikanischen Markt fest im Blick. Mit dem Schritt unternimmt das Unternehmen einen großen Vorstoß auf den amerikanischen Markt, wo es plant, künftig tausende Spielautomaten jährlich zu verkaufen. Nach einem bereits starken Wachstum im Jahr 2024 strebt Merkur nun eine weitere Expansion in den Bereichen stationäres und digitales Glücksspiel an.
Der Einstieg in die USA begann mit dem Kauf von Gaming Arts – ein strategischer Zug, um sich in der Region zu etablieren. Für 2025 peilt das Unternehmen den Versand von 800 bis 1.000 Spielautomaten nach Nordamerika an, mit dem Ziel, diese Zahl innerhalb von drei Jahren auf 5.000 Stück pro Jahr zu steigern. Sämtliche Geräte werden weiterhin im Merkur-Werk in Lübbecke gefertigt, unweit des Unternehmenssitzes in Espelkamp (Ostwestfalen).
Neben klassischen Spielautomaten setzt Merkur auch auf virtuelles Glücksspiel. Das Unternehmen will seine Online-Plattformen und digitalen Casino-Angebote in den USA ausbauen und so den Anteil der Online-Umsätze erhöhen. CEO Lars Felderhoff betont das Potenzial des amerikanischen Marktes, der durch die Dominanz weniger großer Anbieter neuen Akteuren Chancen biete.
Merkur ist bereits global gut aufgestellt: Weltweit sind über 100.000 Spielautomaten des Unternehmens im Einsatz. 2024 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit rund 15.300 Beschäftigten ist der britische Markt nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt. Bis 2026 strebt das Unternehmen ein Umsatzziel von etwa 2,3 Milliarden Euro an, getrieben durch internationales Wachstum und die digitale Expansion.
Die Übernahme von Gaming Arts und die geplanten Exporte unterstreichen Merkurs entschlossenen Vorstoß in Nordamerika. Die gleichzeitige Fokussierung auf physische und virtuelle Spielangebote spiegelt eine breitere Strategie wider, die Einnahmequellen zu diversifizieren. Gelingt die Expansion, könnte sie Merkurs Position als globaler Schlüsselspieler in der Spielbranche weiter festigen.






