Meinungsforscher Holger Güllner warnt vor Datenmissbrauch und fehlerhaften Umfragen
Laila SchomberMeinungsforscher Holger Güllner warnt vor Datenmissbrauch und fehlerhaften Umfragen
Holger Güllner, eine langjährige Größe in der Meinungsforschung, hat sich über die Zukunft seines Fachgebiets Gedanken gemacht. Zwar zieht er sich aus einigen Positionen zurück, bleibt aber weiterhin eng mit der Erfassung des öffentlichen Dienstes verbunden. Seine Karriere begann mit einem persönlichen Interesse an Umfragen, das später zu seinem Beruf wurde.
Güllner machte sein Hobby, die Meinungsforschung, zunächst zu seinem Hauptberuf. Im Laufe der Jahre beriet er die Führung von Forsa, veröffentlichte regelmäßig einen Newsletter und teilte seine Erkenntnisse mit Medienhäusern. Auch künftig wird er täglich Umfragedaten erhalten, um Veränderungen in der öffentlichen Meinung zu verfolgen.
Trotz des Aufstiegs von Big Data durch Tech-Konzerne betont er immer wieder die Bedeutung der klassischen Marktforschung. Seiner Ansicht nach können Algorithmen allein nicht erklären, warum Menschen bestimmte Entscheidungen treffen – direkte Befragungen seien nach wie vor unverzichtbar. Dieser Ansatz, so seine Argumentation, führe zu zuverlässigeren und aussagekräftigeren Ergebnissen.
Gleichzeitig äußert Güllner Bedenken hinsichtlich der Seriosität der Branche. Er warnt davor, dass einige Forscher unzuverlässige Daten produzieren, während Medien und Politiker Umfrageergebnisse oft falsch interpretieren oder instrumentalisieren. Seine Kritik unterstreicht die Notwendigkeit größerer Verantwortung bei der Erhebung und Präsentation von Umfragedaten.
Güllners Arbeit wird auch weiterhin die Debatten über die öffentliche Meinung prägen. Er bleibt als Berater für Forsa aktiv, analysiert Trends und steht im Austausch mit den Medien. Sein Fokus liegt darauf, dass Forschung präzise bleibt und ihre Ergebnisse verantwortungsvoll genutzt werden.






