22 February 2026, 14:23

Mann verliert Erspartes durch perfiden Online-Anlagebetrug mit KI-Deepfakes

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen einführen, können sie monatlich Hunderte von Dollar aus ihren Taschen ziehen."

Mann verliert Erspartes durch perfiden Online-Anlagebetrug mit KI-Deepfakes

Ein Mann aus Lippe hat sein gesamtes Erspartes verloren, nachdem er auf einen Online-Handelsbetrug hereingefallen ist. Die Betrüger nutzten eine gefälschte Investmentplattform und mit KI erstellte Deepfake-Videos, um ihn zur Einzahlung von Geld anlegen zu bewegen. Trotz mehrfacher Überweisungen erhielt er niemals eine Auszahlung.

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Das Opfer wurde später sogar dazu überredet, einen Kredit für weitere Einzahlungen aufzunehmen, was seine finanzielle Situation weiter verschlimmerte. Die Polizei warnt nun vor ähnlichen Betrugsmaschen und ruft zur Wachsamkeit auf.

Der Betrug begann, als sich der Mann auf der betrügerischen Investmentplattform registrierte. Kurz darauf forderten die Kriminellen Vorabgebühren und wiesen ihn an, Gelder auf Krypto-Börsen zu überweisen. Jeder Zahlung folgten neue Forderungen – doch eine Rendite blieb aus.

Um seriös zu wirken, setzten die Betrüger in ihren Werbevideos auf KI-generierte Deepfakes. Das Opfer, das die Plattform für echt hielt, zahlte weiter ein – bis es alles verloren hatte. Verzweifelt versuchte es, die Verluste durch einen Kredit zurückzugewinnen, den die Betrüger ihm aufdrängten – doch auch dieses Geld war bald verschwunden.

Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, Anbieter vorab über die BaFin, die deutsche Finanzaufsichtsbehörde, zu überprüfen. Zudem raten sie davon ab, jemals Vorabzahlungen an Handelsplattformen zu leisten. Bei Verdacht auf Betrug sollte umgehend die Polizei kontaktiert werden.

Obwohl bundesweite Zahlen für 2023 noch nicht vorliegen, zeigen regionale Daten, dass Cyberkriminalität – einschließlich Anlagebetrug – ein ernstes Problem bleibt. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete im vergangenen Jahr 818 Fälle (2022: 919). Berlin hingegen hatte 2023 mit 22.125 Meldungen die höchste Zahl an Cyberkriminalitätsdelikten.

Das Opfer steht nun vor schweren finanziellen Problemen, nachdem es sein Erspartes verloren hat und zusätzlich Schulden machen musste. Die Polizei ermittelt weiter und appelliert an die Bevölkerung, Plattformen vor Investitionen genau zu prüfen.

Auf der Website der Lippe-Polizei finden sich weitere Informationen und Tipps, wie man Anlagebetrug erkennen und vermeiden kann.