Lutherkirche in Höhscheid stellt 2030 Gottesdienste ein – finanzielle Not zwingt zum Umdenken
Kirsten HentschelLutherkirche in Höhscheid stellt 2030 Gottesdienste ein – finanzielle Not zwingt zum Umdenken
Die Lutherkirche in Höhscheid wird ab 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr abhalten. Die Entscheidung folgt auf Jahre finanzieller Belastung, steigender Kosten und sinkender Einnahmen. Vertreter der Gemeinde bezeichneten den Schritt als schwierig, aber unvermeidbar.
Das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde gab die Änderung nach einer Prüfung der Haushalte und zukünftiger Prognosen bekannt. Die jährlichen Unterhaltskosten für das Gebäude belaufen sich auf etwa 210.000 Euro – eine Summe, die die Gemeinde nicht mehr aufbringen kann. Trotz Spendenaktionen und ehrenamtlicher Unterstützung vergrößerte sich die Kluft zwischen Ausgaben und Einnahmen weiter.
Ohne Gegenmaßnahmen wäre das Defizit weiter gewachsen, sodass die Kirche vollständig auf schrumpfende Rücklagen angewiesen gewesen wäre. Ab 2030 finden die Gottesdienste stattdessen im Höhscheider Gemeinschaftshaus oder in benachbarten Kirchen statt. Über die Zukunft des Kirchengebäudes selbst wurde noch nicht entschieden.
Für viele hat die Lutherkirche eine tiefe Bedeutung, die über ihre Mauern hinausgeht. Sie steht für gelebte Geschichte und Glauben, was die Entscheidung für die Beteiligten besonders schwer macht.
Die Einstellung der regelmäßigen Gottesdienste markiert einen Einschnitt für die Gemeinde. Der finanzielle Druck hat das bisherige Modell unhaltbar gemacht, und alternative Räumlichkeiten werden künftig die Andachten tragen. Gespräche über die langfristige Nutzung des Gebäudes laufen noch.






