17 January 2026, 14:02

Landwirt verpachtet Mini-Äcker an Hobbygärtner – mit Unterstützung der Arbeitsagentur

Ein altes Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Bauernhofs, umgeben von Häusern, Bäumen und Himmel, mit der Inschrift "1897 Deutsche Landschaft mit Bauernhofgebäuden" darauf.

Landwirt verpachtet Mini-Äcker an Hobbygärtner – mit Unterstützung der Arbeitsagentur

Ein Landwirt in Nordrhein-Westfalen hat ein ungewöhnliches Projekt ins Leben gerufen, um Menschen mit der Landwirtschaft zu verbinden. Günter Maas verpachtet seitdem kleine Parzellen seiner Felder an Privatpersonen, die dort ihr eigenes Gemüse anbauen möchten. Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit entwickelt wurde, hat bereits das Interesse lokaler Medien und Teilnehmer geweckt.

Das Projekt ermöglicht es den Menschen, Landwirtschaft hautnah zu erleben und gleichzeitig Aufwand, Kosten und mögliche Erträge kennenzulernen. Zuschauer der WDR-Sendung Lokalzeit LandSchafft zeigten sich begeistert und lobten die fairen Preise sowie das frische Konzept.

Günter Maas startete das Vorhaben in Kooperation mit der Agentur für Arbeit. Ziel war es zu untersuchen, wie viel Arbeit, Geld und Ertrag ein Landwirt beim Gemüseanbau im kleinen Maßstab erwarten kann. Die Teilnehmer zahlen für die Pacht eines Feldabschnitts, säen, pflegen und ernten dann ihr eigenes Gemüse.

Das Experiment zieht Menschen aus unterschiedlichen Gründen an. Manche sehen darin eine Möglichkeit, ihre psychische Gesundheit zu stärken, indem sie Zeit im Freien verbringen und sich mit der Natur beschäftigen. Andere möchten einfach verstehen, woher ihr Essen kommt und wie viel Arbeit hinter der Landwirtschaft steckt. Die WDR-Berichterstattung über das Projekt unterstrich dessen wachsende Beliebtheit. Zuschauer lobten die Transparenz der Preise, auch wenn die genauen Pachtkosten pro Parzelle nicht öffentlich bekannt gegeben wurden. Die Sendung zeigte, wie die Teilnehmer Bodenaufbereitung, Pflanztechniken und saisonale Herausforderungen meistern – Erfahrungen, die viele Stadtbewohner selten machen.

Das Projekt läuft weiterhin und bietet Einblicke in die praktischen und finanziellen Realitäten des Kleinstanbaus. Die Teilnehmer sammeln praktische Erfahrungen, während Maas und die Forscher Daten zu Kosten, Erträgen und Zufriedenheit der Beteiligten erheben. Die Initiative könnte das Bewusstsein für Lebensmittelproduktion und den Wert der regionalen Landwirtschaft verändern.