24 January 2026, 18:18

Kwasniok kritisiert einseitige Bundesliga-Wahrnehmung: *„Nur Bayern zählt“

Eine Schwarz-Weiß-Karte von Königreich Bayern, Deutschland, die geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt.

Kwasniok kritisiert einseitige Bundesliga-Wahrnehmung: *„Nur Bayern zählt“

1. FC Kölns Cheftrainer Lukas Kwasniok kritisiert die einseitige Wahrnehmung der 1. Bundesliga jenseits von Bayern München. Er argumentiert, dass die extreme Fokussierung der Liga auf den Meister unfaire Erwartungen an die anderen Teams schaffe. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sein eigener, neu aufgestiegener Verein Köln aktuell auf Platz 10 der Tabelle steht.

Kwasniok übt Kritik daran, dass Mannschaften, die nicht den ersten Platz belegen, oft pauschal als Versager abgestempelt werden. Dies bezeichnete er als ein „systemisches Problem“, bei dem selbst der zweite Platz als wertlos gelten würde. Besonders nannte er RB Leipzig, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen als Vereine, die in der öffentlichen Meinung „vollständig abgeschrieben“ würden. Selbst Eintracht Frankfurt, so Kwasniok, gelte „quasi schon als abgestiegen“, obwohl die Mannschaft gut positioniert sei.

Erst kürzlich hatten Berichte über Spannungen beim 1. FC Köln die Runde gemacht, nachdem eine schwächere Phase den Verein näher an die Abstiegsränge herangeführt hatte. Doch Kwasniok wies Vorwürfe einer schlechten Stimmung im Team zurück und betonte, die Atmosphäre sei nach wie vor positiv. Zwar räumte er ein, dass einige Spieler nach Niederlagen frustriert seien, doch handele es sich dabei um eine natürliche Reaktion und nicht um ein Zeichen für tiefgreifendere Probleme. Derzeit liege der Fokus des Vereins darauf, den Klassenerhalt zu sichern – und Kwasniok zeigte sich zuversichtlich, dass dies gelingen werde. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz strebt Köln an, sich aus den unteren Tabellenregionen fernzuhalten.

Kwasnioks Aussagen unterstreichen den Druck, unter dem 1. Bundesliga-Teams stehen, die nicht um die Meisterschaft mitspielen. Sein Team hingegen kämpft weiter um den Verbleib in der Liga, wobei die aktuelle Platzierung eine gewisse Pufferzone bietet. Der Trainer bleibt optimistisch, dass der 1. FC Köln eine weitere Saison in der ersten Bundesliga schaffen wird.