26 February 2026, 04:36

Kunst trifft Spiritualität: Einzigartiger Kultur-Gottesdienst in Koblenz

Drei Frauen, die in einer Landschaft stehen und jeweils einen Apfel halten, dargestellt auf einem gemalten Bild.

Kunst trifft Spiritualität: Einzigartiger Kultur-Gottesdienst in Koblenz

Einzigartiger Kultur-Gottesdienst in der Herz-Jesus-Kirche: Kunst, Musik und Reflexion im Dialog

In der Herz-Jesus-Kirche fand ein außergewöhnlicher Kultur-Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und Besinnung vereinte. Die von Superintendent Rolf Stahl und Dekan Thomas Darscheid gemeinsam gestaltete Veranstaltung brachte lokale Künstlerinnen und Künstler, Musiker sowie Performende zu einem Abend kreativer Auseinandersetzung zusammen. Im Anschluss eröffnete der Bund Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) im nahegelegenen Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung.

Der Gottesdienst wurde bereichert durch Beiträge von Musikensembles, Theaterdarstellern und Mitgliedern des Opernchors. Ihre Auftritte waren Teil einer größeren Zusammenarbeit kultureller Akteure aus der Region. Professor Wolf-Andreas Liebert hielt einen Impulsvortrag, in dem er sich mit dem Wortspiel ersöchpferisch auseinandersetzte – ein Begriff, den er mit Kreativität und den Zwängen der Selbstoptimierung im modernen Leben verband. In seiner Rede kritisierte Liebert, wie Macht und Konsum zunehmend gesellschaftliche Werte prägen.

Zu den gezeigten Werken zählte Barbara Gröbls Installation Mensch, die sich mit dem biblischen Sündenfall und den Widersprüchen der menschlichen Natur auseinandersetzt. Die Arbeit bleibt bis zum 15. März 2026 in der Herz-Jesus-Kirche zu sehen.

Trotz des thematischen Schwerpunkts auf ersöchpferisch gibt es im Mittelrheingebiet in den vergangenen fünf Jahren keine dokumentierten künstlerischen Auseinandersetzungen mit diesem Begriff. Öffentliche Datenbanken und regionale Kunstarchive verzeichnen keine Ausstellungen, Künstler oder Diskurse dazu in diesem Zeitraum.

Die Ausstellung im Künstlerhaus Metternich ist nun für die Öffentlichkeit zugänglich. Gröbls Installation und weitere Werke des Gottesdienstes werden bis zum Ausstellungsende Anfang 2026 zum Nachdenken anregen. Die Veranstaltung unterstrich die kulturelle Vernetzung der Region und führte zugleich ein bisher unerforschtes künstlerisches Konzept ein.

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