20 April 2026, 04:12

Kunst als Protest: Berliner Fotografen unterstützen den Iran mit Postkartenaktion

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, halten Fotos von Präsident Mahmoud Ahmadinejad während einer Kundgebung in Tehran.

Kunst als Protest: Berliner Fotografen unterstützen den Iran mit Postkartenaktion

Eine Gruppe von 22 Fotograf:innen hat das Projekt "Postkarten für den Iran" ins Leben gerufen – eine Spendenaktion zur Unterstützung der iranischen Bevölkerung. Der in Berlin ansässige Fotograf Lenny Rothenberg initiierte die Kampagne, um Aufklärung zu betreiben und finanzielle Hilfe zu leisten. Die Aktion stößt bereits auf große öffentliche Resonanz: In den ersten Tagen wurden über 100 Postkarten-Sets verkauft.

Das Projekt bietet Sets mit 44 Postkarten an, auf denen jeweils Werke der beteiligten Fotograf:innen abgebildet sind. Zum Preis von 22 Euro pro Set fließen sämtliche Einnahmen in die Unterstützung bedürftiger Iraner:innen. Rothenberg arbeitet derzeit mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um die Verwendung der Gelder festzulegen.

Die Fotografin Chiara Baluch, eine der Mitwirkenden, sieht in dem Projekt eine sinnvolle Möglichkeit, Kunst als Mittel für Veränderung einzusetzen. Sie ist überzeugt, dass auch kleine Initiativen wie diese größere Bewegungen anstoßen können, und hofft, dass sich andere ähnlichen Vorhaben anschließen.

Rothenbergs erstes Ziel ist der Verkauf von mindestens 200 Postkarten-Sets. Die bisher rasanten Verkaufszahlen deuten auf ein wachsendes Interesse an der Mission der Kampagne hin.

Das Projekt "Postkarten für den Iran" gewinnt weiter an Fahrt – die Gelder sollen über Amnesty International verteilt werden. Die beteiligten Fotograf:innen wollen die Reichweite der Aktion ausbauen und gleichzeitig direkte Hilfe leisten. In den kommenden Wochen werden weitere Updates zum Spendenstand erwartet.

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