15 January 2026, 14:57

KSC startet mit notdürftiger Abwehr in die Rückrunde der 2. Bundesliga

Eine Gruppe von M├Ąnnern in gr├╝nen T-Shirts steht und hockt auf einem Fussballfeld mit einem Ball vor ihnen, ein Torpfosten rechts und ein Hintergrund aus B├Ąumen, Geb├Ąuden, Masten, Fahrzeugen und dem Himmel, mit Text, der Zahlen am unteren linken Rand auflistet.

Karlsruher SC beginnt die zweite Halbzeit mit defensiven Sorgen - KSC startet mit notdürftiger Abwehr in die Rückrunde der 2. Bundesliga

Karlsruher SC steht vor schweren defensiven Problemen zum Auftakt der Rückrunde der 2. Bundesliga. Verletzungspech und ein Mangel an erfahrenen Innenverteidigern setzen den Kader stark unter Druck. Trotz der angespannten Lage bleibt Cheftrainer Christian Eichner optimistisch – doch er muss nun auf zurückkehrende Teilnehmer und unausgereifte Lösungen setzen.

Schon vor der Winterpause kämpfte der KSC mit Abwehrschwächen und kassierte zu viele Gegentore, oft aufgrund individueller Fehler in der Defensivreihe. Die Situation hat sich weiter zugespitzt: Marcel Beifus, Nikolai Rapp und Christoph Kobald fallen langfristig aus, während mit Marcel Franke nur noch ein erfahrener Innenverteidiger einsatzbereit ist. Dadurch rückt der junge Außenverteidiger Paul Scholl notgedrungen in die für ihn ungewohnte zentrale Rolle.

Auf dem Transfermarkt ist der Verein aktiv geworden, um Spielerplus zu holen. Mit Stephan Ambrosius kehrt ein 27-jähriger Abwehrspieler leihweise vom FC St. Gallen zurück. Der Defensivmann bestritt in der Saison 2022/2023 bereits 19 Partien für den KSC und könnte dringend benötigte Routine einbringen. Als weitere Notlösungen kommen David Herold, Meiko Wäschenbach oder der U23-Spieler Jassin Manai infrage – doch keiner von ihnen verfügt über regelmäßige Erfahrung in der ersten Mannschaft auf dieser Position. Immerhin gibt es auch positive Nachrichten: Lilian Egloff und Louey Ben Farhat sind von ihren Verletzungen genesen. Beide fehlt es jedoch nach ihrer Pause noch an Matchpraxis, sodass ihr direkter Einfluss begrenzt bleibt.

In der Vorbereitung lag der Fokus auf Taktik und Technik, doch die defensive Instabilität bleibt ein Sorgenkind. Eichner verweist auf das 2:2 gegen Bochum vor der Pause als Beleg für das Potenzial der Mannschaft – doch es stellt sich die Frage, ob die Leistung ohne Schlüsselspieler konstant gehalten werden kann.

Mit einer notdürftig geflickten Abwehr aus Genesenen und Talenten startet der KSC in die Rückrunde. Die erwartete Rückkehr von Ambrosius bringt etwas Entlastung, doch wie die Mannschaft mit den Ausfällen umgeht, wird den Saisonverlauf entscheidend prägen. Das Transferfenster bleibt noch geöffnet – weitere Neuverpflichtungen könnten die Perspektiven noch verändern.