04 February 2026, 03:27

Krieg oder Frieden? Diskussionsabend in Mönchengladbach hinterfragt militärische Aufrüstung

Eine Zeichnung auf Papier zeigt eine Gruppe von Menschen vor einer Bühne, einige halten Waffen, mit der Aufschrift "Frieden durch Europa" unten.

Krieg oder Frieden? Diskussionsabend in Mönchengladbach hinterfragt militärische Aufrüstung

Öffentlicher Vortrag zu Kriegsvorbereitung und ihren Alternativen in Mönchengladbach

Nächste Woche findet in Mönchengladbach eine kostenlose öffentliche Veranstaltung zum Thema Kriegsvorbereitung und mögliche Alternativen statt. Der vom Rosa-Luxemburg-Club organisierte Abend untersucht, ob Russland tatsächlich eine Bedrohung darstellt und ob eine "Friedensbereitschaft" militärische Aufrüstung ersetzen kann. An der Diskussion beteiligt sich zudem ein Gastreferent, der per Videokonferenz vom Internationalen Friedensbüro (IPB) zugeschaltet wird.

Der Vortrag unter dem Titel "Russland als Feind oder die Notwendigkeit der Friedensbereitschaft?" beginnt am Dienstag, 25. November, um 19:00 Uhr im Katholischen Forum (Bettrather Straße 22, Raum 043). Der Eintritt ist für alle Interessierten frei.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden Forderung nach militärischer Abschreckung. Die Referenten fragen, ob diese wirklich die einzige angemessene Antwort auf wahrgenommene Bedrohungen ist. Dabei werden historische und aktuelle Alternativen beleuchtet – darunter frühere diplomatische Initiativen zur Entspannung, wie die Charta von Paris für ein neues Europa (1990), das Helsinki-Dokument (1992) und die Istanbul-Charta (1999), die einst Transparenz und Rüstungskontrolle zwischen NATO-Staaten und Russland fördern sollten. Doch seit 2014, nach Russlands Vorgehen in der Ukraine, wurden zentrale Abkommen ausgesetzt und diese Rahmenwerke schwächten sich ab.

Als internationaler Gast wird Reiner Braun, Vorstandsmitglied des Internationalen Friedensbüros – einer Organisation mit über 440 Mitgliedsgruppen in 100 Ländern – per Zoom an der Diskussion teilnehmen. Seine Beiträge bereichern die Debatte um globale Perspektiven auf Sicherheit und Konfliktvermeidung.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, das Verhältnis zwischen militärischer Absicherung und friedlichen Lösungsansätzen neu zu bewerten. Die Teilnehmer erwarten Argumente für eine geringere Abhängigkeit von Kriegsvorbereitungen sowie eine Analyse vergangener diplomatischer Erfolge und Misserfolge. Ziel des Abends ist es, eine öffentliche Diskussion anzuregen: Wie kann Europa Sicherheitsherausforderungen begegnen, ohne die Spannungen weiter zu verschärfen?