Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren steht am Sonntag bevor
Kirsten HentschelKontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren steht am Sonntag bevor
Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren am Sonntag, 22. Februar
Die kontrollierte Sprengung des Kraftwerks in Ibbenbüren findet am Sonntag, dem 22. Februar, statt. Drei große Bauwerke – der Schornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage – werden im Rahmen einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Die Behörden haben strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter eine Sperrzone und Evakuierungsfristen für Anwohner in der Umgebung.
Bewohner mit Wohnsitz in bestimmten Adressbereichen innerhalb der Sperrzone müssen diese bis 8:00 Uhr am Tag der Sprengung verlassen. Betroffen sind unter anderem die Straßen Alpenstraße, Höhenstraße, Osnabrücker Straße, Rochusstraße, Schafberger Postweg, Schwarzer Weg und Zechenstraße. Zwar wurde die genaue Zahl der betroffenen Haushalte nicht bekannt gegeben, doch leben etwa 190 Anwohner sowie 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im abgesperrten Bereich.
Evakuierte können die Sprengung von einem Veranstaltungszentrum am Rand der Sperrzone aus verfolgen. Die Bewohner der ZUE werden vorübergehend in einer Sporthalle untergebracht. Straßen innerhalb und rund um die Zone werden gesperrt, Umleitungen sind eingerichtet. Der lokale Verkehr kann jedoch noch bis zur Frist um 8:00 Uhr bestimmte Abschnitte befahren.
Die Sprengung selbst ist für etwa 11:00 Uhr vorgesehen. Falls die Sicherheitsüberprüfungen wie geplant verlaufen, könnte das Sperrgebiet bereits gegen 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Zudem gilt ein Flugverbot: Drohnenflüge sind in einem Radius von 100 Metern um das Gelände untersagt. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um die Abläufe zu koordinieren.
Bei Fragen oder Hilfebedarf steht ab 7:00 Uhr am Sonntag eine Hotline des Amts für Recht, Ordnung und Bürgerdienste unter der Nummer +49 5451 931-3200 zur Verfügung.
Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt beim Rückbau des Ibbenbürener Kraftwerks. Die Sicherheit hat oberste Priorität – mit strikt kontrolliertem Zutritt, Evakuierungsplänen und Einsatzkräften vor Ort. Die Stadt rechnet damit, die Beschränkungen kurz nach der Räumung der Bauwerke aufzuheben, vorbehaltlich der abschließenden Kontrollen.






