Kölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – und den Rhein klimaneutral überqueren
Kirsten HentschelKölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – und den Rhein klimaneutral überqueren
Kölner Seilbahn könnte bald Teil des Nahverkehrs werden
Ein neues Seilbahnsystem könnte schon bald das Kölner Verkehrsnetz ergänzen. Nach Angaben der Planer würde es Lücken im städtischen Nahverkehr schließen und gleichzeitig eine klimafreundliche Möglichkeit bieten, den Rhein zu überqueren. Das Vorhaben, das durch eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2023 gestützt wird, wartet nun auf die politische Freigabe.
Die Technische Hochschule Köln und die Verkehrsplaner von Urban Netways haben bereits mögliche Strecken und Haltestellenstandorte ausgearbeitet. Ihre Entwürfe zeigen, wie die Seilbahn Stadtteile direkt verbinden könnte – ohne Umwege und mit erleichterter Querung des Flusses.
Die Anlage würde mit einer konstanten Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde verkehren, ähnlich wie Busse, Straßenbahnen und Züge. Im Gegensatz zum U-Bahn-Bau verursacht der Bau einer Seilbahn deutlich weniger Emissionen, und der Betrieb wäre später komplett schadstofffrei.
Die geschätzten Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 125 Millionen Euro. Bei einer Genehmigung könnte der Bau zügig voranschreiten. Eine endgültige Entscheidung wird es jedoch erst nach den nächsten Kommunalwahlen geben, sodass frühestens 2027 mit einer Abstimmung zu rechnen ist.
Ziel der Seilbahn ist es, die Verkehrsanbindung zu verbessern und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Falls sie realisiert wird, böte sie eine direkte und saubere Alternative zu bestehenden Verbindungen. Der frühestmögliche Baubeginn hängt nun von politischen Zeitplänen und Finanzierungsentscheidungen ab.






