10 February 2026, 06:23

Kölner Rosenmontagszug hält an 230 Pferden fest – trotz Tierschutz-Protesten

Ein Bild eines Karnevalsumzugs mit Menschen in bunten Kostümen, die auf Pferden vor einem geschmückten Wagen reiten, vor einem Hintergrund mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Pferde beim Rosenmontagszug in Köln? Für und Wider - Kölner Rosenmontagszug hält an 230 Pferden fest – trotz Tierschutz-Protesten

Kölns Rosenmontagszug setzt weiterhin auf rund 230 Pferde – trotz wachsender Forderungen nach einem Verbot

Trotz zunehmender Kritik von Tierschützern wird der traditionelle Kölner Rosenmontagszug in diesem Jahr wieder etwa 230 Pferde umfassen. Tierschutzorganisationen argumentieren, dass das laute, überfüllte Spektakel den Tieren unnötigen Stress bereite und Unfallgefahren berge. Die Stadt jedoch hält an der langjährigen Tradition fest.

Jährlich ziehen die Pferde gemeinsam mit Wagen, Musikkapellen und Garden durch die Karnevalsmeile. Doch Verbände wie PETA und der Deutsche Tierschutzbund fordern seit Langem ein generelles Verbot. Sie verweisen darauf, dass Lärm, Menschenmassen und das Chaos die Tiere überforderten – mit Verweis auf Vorfälle, bei denen Pferde in Panik gerieten oder verletzt wurden.

Andere Städte wie Bonn haben Pferde bereits aus ihren Umzügen verbannt. In Köln scheiterten ähnliche Anträge im Stadtrat bisher an der notwendigen Mehrheit. Stattdessen verschärfte das Festkomitee die Regeln: Reiter müssen nun Qualifikationsnachweise erbringen, die Tiere werden vorab tierärztlich untersucht, und Begleitpersonen müssen sie durchgehend betreuen.

Befürworter der Tradition halten diese Maßnahmen für ausreichend, um die Tiere zu schützen. Kritiker jedoch bestehen darauf, dass selbst mit diesen Vorsichtsmaßnahmen die Umzugsatmosphäre für Pferde grundlegend belastend bleibe.

Bisher hat keine deutsche Stadt Pferde komplett aus Karnevalsumzügen verbannt. Kölns aktualisierte Richtlinien sollen die Risiken mindern – doch Tierschützer betonen, dass nur ein vollständiges Verbot das Leid der Tiere verhindern werde. Mit Blick auf den nächsten Rosenmontag dürfte die Debatte weitergehen.