Kölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert sich um drei Jahre – Eltern protestieren gegen Chaos
Kirsten HentschelKölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert sich um drei Jahre – Eltern protestieren gegen Chaos
Eröffnung der Kölner Helios-Schule um drei Jahre verschoben – Eltern planen Protest
Die Eröffnung der Kölner Helios-Schule verzögert sich um drei Jahre, sodass die Schülerinnen und Schüler derzeit auf drei provisorische Standorte verteilt sind. Verärgerte Eltern wollen nun im November gegen die wiederholten Verzögerungen und die explodierenden Kosten des problembehafteten Neubaus protestieren.
Ursprünglich sollte die Schule 2024 eröffnet werden, doch nun wird mit einer Fertigstellung erst 2027 gerechnet. Der Rückschlag folgte auf die Entdeckung schwerwiegender Mängel an der Fassade, woraufhin die Stadt im vergangenen Jahr den Vertrag mit dem verantwortlichen Unternehmen kündigte. Seither sind weitere Probleme aufgetaucht, weshalb die Behörden eine fachkundige Überprüfung der gesamten Gebäudefassade in Auftrag gegeben haben.
Auch das Budget des Projekts ist von 92 Millionen auf 157 Millionen Euro angeschwollen. Ein Teil der Kostensteigerung geht auf erweiterte Pläne für Mess- und Regelungstechnik zurück, die nun fünfmal komplexer ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Die Stadt hat bereits die Zusammenarbeit mit dem technischen Planer beendet, nachdem Mängel Teile des Bauwerks abreißen und neu konstruieren ließen.
Als Vorzeigeprojekt für moderne Bildung sollte die Schule eine Kooperation mit der Universität zu Köln umfassen. Doch da die Schüler weiterhin dezentral unterrichtet werden und kein fester Einzugstermin in Sicht ist, fordern die Eltern Aufklärung. Der für November geplante Protest spiegelt die wachsende Ungeduld über die anhaltenden Beeinträchtigungen wider.
Der Neubau der Helios-Schule bleibt unter Beobachtung, während Ermittler mögliche neue Baumängel prüfen. Angesichts steigender Kosten und verschobener Zeitpläne muss die Stadt nun zuverlässige Auftragnehmer finden, um das Projekt abzuschließen. Bis dahin werden Schüler und Lehrkräfte weiter in provisorischen Räumlichkeiten arbeiten.






