Kibiz-Reform in NRW: Wüst will nach Kritik an Bürokratie und Baufinanzierung nachbessern

Admin User
2 Min.
Eine alte Karte von Westfalen, Deutschland, mit den Provinzen des Königreichs England und Wales deutlich sichtbar, auf Papier mit detaillierten Texten über die Region gedruckt.Admin User

Wüst zeigt Bereitschaft für Kindergarten-Kompromiss nach scharfer Kritik - Kibiz-Reform in NRW: Wüst will nach Kritik an Bürokratie und Baufinanzierung nachbessern

Nordrhein-Westfalens geplante Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) stößt bei freien Trägern auf Widerstand. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich nach Kritik an Bürokratie, Baufinanzierung, und dem vorgeschlagenen "Kernzeiten"-Modell zu Gesprächen über mögliche Änderungen bereit erklärt. Der noch in einem frühen Stadium befindliche Gesetzentwurf zielt darauf ab, langjährige Probleme in der Kinderbetreuung zu lösen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW, vertreten durch Kirsten Schwenke, übt scharfe Kritik am Entwurf. In einer Stellungnahme während der kurzen Weihnachtsanhörung argumentiert der Verband, die Reform führe zu mehr Bürokratie, schwäche durch starre Kernzeiten die Bildungsqualität und biete keine ausreichende Baufinanzierung.

Wüst räumte die Bedenken der Träger ein und gab zu, dass trotz Millionen an zusätzlichen Jahresmitteln nicht alle Forderungen erfüllt werden könnten. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Frustration der Eltern – auch aus eigener Erfahrung mit unzuverlässigen Betreuungsangeboten. Zu den zentralen Zielen der Reform gehören mehr Verlässlichkeit, höhere Standards in der frühkindlichen Bildung, bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte und finanzielle Flexibilität für die Träger. Kernstück ist das "Kernzeiten"-Modell, das Einrichtungen mit Personalmangel entlasten soll. Wüst betonte jedoch, dass der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen sei. Eine bloße Vorlage der Eckpunkte im Landtag ohne weiteren Dialog schloss er aus. Zwar soll die Reform noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden, doch treten die Änderungen erst zum Kitajahr 2027/28 in Kraft. Zudem wies Wüst darauf hin, dass zwar die Betreuungskapazitäten in NRW in den letzten 20 Jahren gewachsen seien, das System dadurch aber nicht stabiler geworden sei.

Die Kibiz-Reform wird nun mit weiteren Verhandlungen zwischen Land und Trägern vorangetrieben. Wüst machte deutlich, dass es dabei um Baufinanzierung, bürokratische Hürden und die praktische Umsetzung des Kernzeiten-Modells gehen werde. Eine endgültige Fassung des Gesetzes soll frühestens zum Kitajahr 2027/28 in Kraft treten.

Neueste Nachrichten
Ein altes Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Bauernhofs, umgeben von Häusern, Bäumen und Himmel, mit der Inschrift "1897 Deutsche Landschaft mit Bauernhofgebäuden" darauf.
Wirtschaft 2 Min.

Landwirt verpachtet Mini-Äcker an Hobbygärtner – mit Unterstützung der Arbeitsagentur

Selber säen, pflegen, ernten: Ein Bauer macht Landwirtschaft für alle greifbar. Warum die Agentur für Arbeit das ungewöhnliche Projekt fördert – und was Teilnehmer daraus lernen.

Eine detaillierte Karte von Dortmund, Deutschland, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit Text oben und unten auf dem Bild.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

30 Jahre Gast-Haus e.V.: Wie Dortmunds Obdachlosenhilfe Leben verändert

Von warmen Mahlzeiten bis zu medizinischer Versorgung: Wie ein kleiner Verein in Borussia Dortmund zu einer Lebensader für Tausende wurde. Die bewegende Bilanz nach drei Jahrzehnten.

Ein Nahaufnahme eines Gasofens mit einem daran angeschlossenen Schlauch, umgeben von Metallobjekten, Rohren und verstreuten Werkzeugen und Materialien, was darauf hinweist, dass es repariert wird.
Wirtschaft 2 Min.

Cremer Group setzt auf Afrika-Expansion bei treuer Düren-Basis

Von Düren in die Welt: Ein Familienunternehmen wagt den Sprung nach Afrika. Warum Nigeria, Kenia & Co. jetzt im Fokus stehen – trotz globaler Krisen.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Ukrainischer Kulturdiplomatie-Monat in Wikipedia" in fetter weißer Schrift auf einem hellblauen Hintergrund, das eine bunte Weltkugel mit einer Karte von Ukraine in der Mitte zeigt, umgeben von einem Regenbogen von Farben und verschiedenen Ländern.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Bundeswehr-Empfang in Münster: Tradition trifft auf globale Krisenstimmung

Wo sonst Sekt und Soljanka serviert werden, dominierte diesmal die Sorge: Die Bundeswehr warnt vor eskalierenden Krisen. Was bedeutet das für Deutschland?

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer kämpfenden Menge in einer Stadt mit Gebäuden im Hintergrund und dem Text "Die Schlacht von Düsseldorf" unten.
Europäische Ligen 2 Min.

Spätes Itten-Tor beschert Fortuna Düsseldorf den zweiten Heimsieg in Folge

Ein spätes Tor, drei wichtige Punkte. Fortuna Düsseldorf bleibt zu Hause ungeschlagen und setzt sich im Klassenerhaltskampf durch – während Bielefeld weiter in der Krise steckt.

Eine Stadtstraße mit Fahrzeugen, eine Brücke mit Geländern und Treppen auf der linken Seite, Gebäude im Hintergrund, Strommasten mit Drähten und ein bewölkter Himmel.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Bergisch Gladbach ändert Pläne für Kölner-Dom-Straße nach Bürgerprotesten

Nach Bürgerprotesten setzt die Stadt auf Dialog und startet die Bauarbeiten mit Fokus auf Verkehrssicherheit. Doch wann kommt die Umkehr der Einbahnstraße?

Ein lebendiger Markt im alten Stadtkern von Heidelberg mit Menschen, die gehen, sitzen und stehen, umgeben von Zelten mit Körben voller Gemüse, vor einer Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.
Unterhaltung 2 Min.

Grüne Woche in Berlin: Schwesig und Rainer eröffnen mit kulinarischem Diplomatenmarathon

Von Elchfleisch-Sandwiches bis zur Taufzeremonie einer Tulpe: Die Grüne Woche begann mit einem rasanten Streifzug durch Europas kulinarische Vielfalt. Doch hinter den Häppchen steckt mehr als Genuss.

Eine Wand mit den Worten "free palestine" in schwarzer Graffiti-Schrift, beleuchtet von oben.
Bildung und persönliche Entwicklung 2 Min.

Kontroverse um palästinensische Künstlerin an der Düsseldorfer Kunstakademie

Eine geplante Diskussion mit der Künstlerin Basma al-Sharif spaltet die Meinungen. Während Kritiker:innen Antisemitismus-Vorwürfe erheben, betont die Akademie den Wert des Dialogs. Wer hat recht?