30 May 2026, 10:10

KI-Kameras in Bonner Sporthallen: Effizienz versus Datenschutz-Bedenken der Vereine

Kamerabeobachtung in Bonner Sportstudios zur besseren Nutzung

KI-Kameras in Bonner Sporthallen: Effizienz versus Datenschutz-Bedenken der Vereine

AI-gestützte Kameras in Bonner Sporthallen: Nutzung analysieren, Datenschutzbedenken bremsen Einsatz

Die Stadt Bonn hat in zwei Sporthallen Kameras mit künstlicher Intelligenz installiert, um Nutzungsmuster zu erfassen. Das System – das weder Bilder noch Videos aufzeichnet – soll ungenutzte Zeitfenster identifizieren. Doch Bedenken lokaler Vereine verzögern die Inbetriebnahme der Geräte.

Die Kameras wurden am 14. Oktober 2025 aufgestellt, wobei eine bereits in der Sporthalle Beuel im Testbetrieb läuft. Statt Aufnahmen zu machen, zählt die KI, wie häufig die Hallen genutzt werden. Laut Rechtsamt und Datenschutzbeauftragter der Stadt werden dabei keine personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

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Erste Tests in der ersten Halle zeigten ungenutzte Zeiten auf – etwa wenn Vereine gebuchte Slots nicht stornierten. Bald sollen auch in der Hardtberghalle Messungen beginnen, um ähnliche Daten zu sammeln. Trotz dieser Zusicherungen äußert der Verein Rot-Weiß Bonn Röttgen jedoch Sorgen über mögliche Risiken für die Privatsphäre, insbesondere bei Kindern.

Als Reaktion plant die Stadt, einen Informationsbrief an alle Vereine zu schicken. Darin wird erklärt, wie das System funktioniert, und auf Bedenken hinsichtlich Missbrauchs eingegangen. Bis auf Weiteres bleiben die Kameras jedoch deaktiviert, während die Gespräche andauern.

Ziel des Projekts ist es, die Hallenbelegung zu optimieren, indem Leerzeiten reduziert werden. Falls umgesetzt, soll das KI-System Nutzungsberichte liefern – ohne personenbezogene Daten zu speichern. Wann die Kameras tatsächlich in Betrieb gehen, steht laut Stadt noch nicht fest.

Quelle