Karneval 2026: Köln und Düsseldorf kämpfen mit sinkenden Besucherzahlen – doch die Stimmung bleibt
Kirsten HentschelKarneval 2026: Köln und Düsseldorf kämpfen mit sinkenden Besucherzahlen – doch die Stimmung bleibt
Karnevalssaison 2026: Köln und Düsseldorf verzeichnen Rückgang bei Besucherzahlen
Die Karnevalssaison 2026 in Köln und Düsseldorf lockte weniger Besucher an als im Vorjahr. Beide Städte meldeten einen Rückgang bei den Zuschauerzahlen der Umzüge, auch wenn sich weiterhin große Menschenmengen versammelten. Die Veranstaltungen zogen Feiernde aus ganz Deutschland an – in Köln strömten trotz des Rückgangs fast eine Million Jecken zusammen.
Der Kölner Rosenmontagszug 2026 verzeichnete 934.830 Besucher, ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zu 2025. Aus Metropolen wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt reisten Gäste an, um am Treiben teilzuhaben. Mit 47,8 Prozent stellte die Altersgruppe der über 50-Jährigen den größten Anteil der Feiernden. Gleichzeitig blieben die Jecken in Köln länger: Im Schnitt verweilten sie 13 Stunden und 3 Minuten – 52 Minuten mehr als im Vorjahr.
In Düsseldorf lockte der Umzug 657.170 Menschen an, ebenfalls weniger als 2025. Anders als in Köln war das Publikum hier jünger: 24,1 Prozent der Besucher waren zwischen 18 und 29 Jahre alt (Köln: 20,2 Prozent). Über 7 Prozent der Düsseldorfer Gäste kamen aus dem Ausland, was der Veranstaltung internationalen Glanz verlieh. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 9 Stunden und 25 Minuten – leicht länger als die 9 Stunden und 19 Minuten des Vorjahres.
Mehr Kölner als Düsseldorfer machten sich auf den Weg in die jeweils andere Stadt: 19.390 Kölner besuchten den Düsseldorfer Umzug, während weniger Düsseldorfer nach Köln fuhren.
Trotz des allgemeinen Besucherrückgangs blieben die Karnevalsfeiern 2026 beliebt: Köln zog fast eine Million Menschen an, und Düsseldorf punktete mit starker internationaler Beteiligung. Auffällig waren die unterschiedlichen Altersstrukturen und die längere Verweildauer der Gäste – zwei zentrale Unterschiede zwischen den beiden Hochburgen des Karnevals.






