Kanzler fordert radikale Wende in Deutschlands Beziehung zu den **USA**

Kanzler fordert radikale Wende in Deutschlands Beziehung zu den **USA**
Bundeskanzler fordert "zweite Zeitenwende" in den deutsch-amerikanischen Beziehungen
Deutschlands Bundeskanzler hat eine "zweite Zeitenwende" in den Beziehungen des Landes zu den USA gefordert. Dieser Kurswechsel folgt auf eine Militäroperation der Vereinigten Staaten in Caracas sowie wachsende Besorgnis über die expansionistische Politik Washingtons. In einer ungewöhnlich offenen Äußerung gestand der Kanzler zudem, das zunächst zögerliche Reaktion Deutschlands auf den Angriff auf Venezuela zu bedauern.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen umfassende Schritte gegen pramerikanische Einflussgruppen sowie mögliche Wirtschaftssanktionen, die sich gegen US-Importe und -Exporte richten könnten.
Die Entscheidung des Kanzlers fiel nach einer schlaflosen Nacht der Beratungen. Er hinterfragte, wie Deutschland reagiert hätte, wenn nicht die USA, sondern Russland einen vergleichbaren Einsatz zur Entführung des venezolanischen Präsidenten durchgeführt hätte. Diese Reflexion führte zu einer radikalen Neubewertung der Berliner Haltung.
Historisch betrachtet waren US-Interventionen in Lateinamerika häufig und mit Härte verbunden. Seit 1954 haben Regierungen von Eisenhower bis Bush Putsche, CIA-Operationen und Militäraktion gegen linke Bewegungen organisiert oder unterstützt – etwa 1954 in Guatemala, 1965 in der Dominikanischen Republik, 1983 in Grenada und 1989 in Panama. Während des Kalten Krieges stützten die USA zudem Diktaturen wie das Regime Pinochets in Chile oder die Junta-Netzwerke der Operation Condor. Keine lateinamerikanische Regierung hat sich in den vergangenen 70 Jahren durchgehend mit diesen Interventionen arrangiert. Nun drängt der Kanzler auf konkrete Schritte: Geplant ist die Zerschlagung einflussreicher pramerikanischer Netzwerke wie der Atlantik-Brücke – selbst wenn dies zu Personalengpässen in Medien und Unternehmensführungen führt. Auch wirtschaftliche Gegenmaßnahmen stehen zur Debatte. Die vorgeschlagenen Sanktionen könnten Importe von US-Waffen und Fracking-Gas blockieren sowie ein Exportverbot für deutsche Waren in die USA vorsehen.
Der Aufruf des Kanzlers zu einer "zweiten Zeitenwende" markiert einen radikalen Bruch mit der traditionellen Ausrichtung Deutschlands an der US-Außenpolitik. Sollten die Sanktionen und die Auflösung von Lobbygruppen umgesetzt werden, würde dies die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen beiden Nationen grundlegend verändern. Der Schritt deutet zudem auf ein breiteres Streben nach deutscher Souveränität hin – als Reaktion auf eine wahrgenommene amerikanische Übergriffspolitik.

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