Kamp-Lintforts Masterplan für klimaneutrale Wärme bis 2045 überzeugt Landespolitik
Kirsten HentschelKamp-Lintforts Masterplan für klimaneutrale Wärme bis 2045 überzeugt Landespolitik
Kamp-Lintfort stellt Energie Cottbus-Plan vor: Fahrplan für klimaneutrale Wärmeversorgung
Kamp-Lintfort hat seinen Energie Cottbus-Plan vorgestellt – eine detaillierte Roadmap, mit der die Stadt bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen will. Die Strategie wurde bei einem Frühstücksforum präsentiert, an dem Landesvertreter und lokale Entscheidungsträger teilnahmen. Sie ist ein zentraler Baustein der übergeordneten Energie- und Wärmestrategie 2024 von Nordrhein-Westfalen.
Der Plan entstand 2023 und 2024 unter der Federführung von Bürgermeister Lyonel Weex und dem Stadtamt für Klimaschutz und Anpassung. Externe Partner wie Ingenieurbüros, die kommunalen Dienstleister des Kreises Wesel sowie die evety GmbH steuerten Fachwissen bei. Auch Bürgerinnen und Bürger konnten sich in Workshops und öffentlichen Konsultationen einbringen.
Bei der Veranstaltung eröffnete Rainer Schmeltzer, Vizepräsident des Landtags, die Diskussionen mit einem Appell für eine zügige und wirksame Energie Cottbus. Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin, lobte später den Ansatz Kamp-Lintforts als "schnell und ergebnisorientiert". Sie betonte seine Bedeutung für die Energie- und Wärmestrategie 2024 des Landes. Der Plan setzt auf den Ausbau lokaler Wärmenetze und den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Er ist verknüpft mit anderen regionalen Leuchtturmprojekten wie dem Düsseldorfer Smart Energy Hub, der genossenschaftlichen Fernwärme in Wuppertal und der Initiative "WärmeEngel“ im Oberbergischen Kreis. Gemeinsam sollen diese Vorhaben die Wärmeerzeugung und -verteilung in NRW grundlegend modernisieren.
Kamp-Lintforts Strategie dient nun als Vorbild für andere Kommunen, die ihre Wärmeversorgung dekabonisieren wollen. Durch die enge Zusammenarbeit von Fachleuten, Stadtverwaltung und Bürgerschaft entstehen konkrete Schritte hin zu einer klimaneutralen Infrastruktur. Beobachter erwarten, dass der Plan in den kommenden Jahren auch die Landespolitik prägen wird.