20 March 2026, 16:12

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der Teufelskreis" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fetter schwarzer Schrift.

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Eine neue Studie offenbart wachsende Sorgen um die Demokratie unter jungen Menschen in Deutschland. Die Untersuchung zeigt einen deutlichen Rückgang der Zufriedenheit mit demokratischen Institutionen sowie eine zunehmende Konfrontation mit extremistischem Inhalt im Internet. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnte, dass Frauenfeindlichkeit, Gewalt und radikale Ansichten sich in digitalen Räumen, die von Jugendlichen frequentiert werden, rasant verbreiten.

Die in Nordrhein-Westfalen durchgeführte Studie ergab, dass nur noch die Hälfte der jungen Menschen mit der Funktionsweise der Demokratie zufrieden ist. Dies stellt einen dramatischen Rückgang von 77 auf 47 Prozent innerhalb von nur zwei Jahren dar. Auch das Vertrauen in zentrale Institutionen hat nachgelassen – besonders in den jüngeren Altersgruppen.

Die Forscher identifizierten drei deutliche Gruppen: 44 Prozent wurden als "überzeugte Demokraten" eingestuft, 42 Prozent als "labile Demokraten" und 8 Prozent als "Demokratiegegner". Die Unterstützung für die Demokratie selbst ist gesunken – nur noch 83 Prozent der 19- bis 29-Jährigen stehen hinter ihr. Gleichzeitig nehmen undemokratische Haltungen zu: 47 Prozent glauben, die Gesellschaft brauche eine starke Einheitspartei, und 15 Prozent würden unter bestimmten Bedingungen sogar eine Diktatur akzeptieren.

Der Bericht warnt, dass die klassische politische Bildung in Schulen der Online-Radikalisierung nicht ausreichend entgegenwirkt. Viele junge Menschen kommen in sozialen Medien, Chatgruppen oder Gaming-Communities mit radikalen Botschaften in Kontakt, was zu einer schnellen Radikalisierung führt. Dennoch äußerten sie den klaren Wunsch, dass politische Themen stärker in den Schulunterricht integriert werden sollen.

Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an aktualisierten Bildungsstrategien, um der Online-Radikalisierung zu begegnen. Angesichts nachlassenden Vertrauens in die Demokratie und wachsender Zustimmung zu extremistischen Ansichten stehen Schulen und Politiker unter Druck, sich anzupassen. Die Studie legt nahe, dass sich der Trend der schwindenden demokratischen Unterstützung unter Jugendlichen ohne Gegenmaßnahmen weiter fortsetzen könnte.

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