Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Frau und beleidigen sie in Lüdenscheid
Mark BolnbachJugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Frau und beleidigen sie in Lüdenscheid
Zwei Jugendliche schießen in Lüdenscheid mit Softair-Pistole auf Frau und beleidigen sie
In Lüdenscheid soll eine Frau von zwei Jugendlichen mit einer Softair-Pistole beschossen und verbal angegriffen worden sein. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, nachdem die Frau die beiden aufgefordert hatte, das Abfeuern von Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Die Polizei griff später ein, bestätigte jedoch, dass die Frau unverletzt blieb.
Die Auseinandersetzung begann, als die Frau die Jugendlichen ansprach und sie bat, das Schießen im öffentlichen Bereich zu beenden. Statt einzulenken, sollen sie die Softair-Pistole auf sie gerichtet und sie beschimpft haben. Kurz darauf trafen Beamte am Tatort ein.
Die beiden Jugendlichen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, bevor sie ihren Eltern übergeben wurden. Verletzte gab es keine, doch die Polizei erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Nach deutschem Recht kann bereits das Führen oder Abfeuern von Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – selbst wenn niemand zu Schaden kommt.
Solche Vorfälle lösen nicht selten großangelegte Polizeieinsätze aus. Im Februar 2026 wurde in Nürnberg ein 13- oder 15-jähriger Junge festgenommen, nachdem Beamte in seiner Schultasche eine Softair-Pistole entdeckt hatten. Der Fall führte zu Straßenkontrollen, dem Einsatz bewaffneter Polizeikräfte und laufenden Prüfungen auf mögliche Straftatbestände. Ein ähnlicher Vorfall im Juni 2025 endete damit, dass ein Gericht eine Beschwerde gegen Polizeigebühren abwies, nachdem eine täuschend echte Softair-Waffe eine Schulabriegelung ausgelöst hatte.
Den beiden Jugendlichen aus Lüdenscheid drohen nun mögliche juristische Konsequenzen. Die Polizei warnte, dass Attrappenwaffen in öffentlichen Räumen schwere Alarmstufen auslösen und gegen Waffenrecht verstoßen können. Die Ermittlungen der örtlichen Behörden dauern an.