24 January 2026, 08:24

Jugendkriminalität in NRW sinkt 2024 um über 10 Prozent – doch Gewaltdelikte nehmen zu

Ein altes Westfalen-Karte auf einem Stück Papier, das Flüsse, Berge, Städte und begleitenden Text zeigt.

Mehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW sinkt 2024 um über 10 Prozent – doch Gewaltdelikte nehmen zu

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen ist 2024 um 10,4 Prozent zurückgegangen – das geht aus dem aktuellen Bericht des Landeskriminalamts (LKA NRW) hervor. Zwar wurden weniger junge Menschen als Tatverdächtige registriert, doch die Zahl der jugendlichen Opfer stieg leicht um 2,1 Prozent auf 76.675 Fälle im vergangenen Jahr.

Der Jahresbericht verzeichnet einen Rückgang der Verdachtsfälle in allen Altersgruppen unter 21 Jahren. Die Gesamtzahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen sank um 7,4 Prozent und setzt damit einen anhaltenden Abwärtstrend fort. Auch alkoholverbundene Straftaten junger Verdächtiger sind seit 2015 deutlich zurückgegangen.

Allerdings entwickelte sich nicht jede Deliktart gleich. Körperverletzungen, Landfriedensbrüche, Erpressungen und Beleidigungen verzeichneten einen Anstieg der gemeldeten Vorfälle. Die Daten zeigen zudem eine geschlechtsspezifische Verteilung bei den Opfern: 54,7 Prozent waren männlich, 45,3 Prozent weiblich. Unter den Tatverdächtigen lag der Männeranteil bei 72 Prozent, während 28 Prozent Frauen waren. Das LKA NRW hat die Zahlen im Rahmen seiner laufenden Analyse zu Jugendkriminalität und Straßenkriminalität in der Region erhoben.

Der Bericht bestätigt einen deutlichen Rückgang der Jugendkriminalität insgesamt für das Jahr 2024. Trotz dieser positiven Entwicklung haben bestimmte gewalttätige und ordnungsstörende Straftaten zugenommen, und mehr junge Menschen werden als Opfer erfasst. Die Behörden werden diese Trends im Rahmen ihrer jährlichen Auswertung weiter beobachten.