14 February 2026, 18:13

Ingolstadts Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 das Kussverbot für drei magische Tage

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines prunkvollen Brunnens mit detaillierten Verzierungen und Text, gekrönt von einer Statue.

Kussverbot gelockert: Gänseliesel kann wieder geküsst werden - Ingolstadts Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 das Kussverbot für drei magische Tage

Ingolstadts berühmter Gänseliesel-Brunnen bricht in diesem Jahr mit einer jahrhundertealten Tradition. Drei Tage lang wird die Hauptstadt 2026 ihr langjähriges Kussverbot für die Statue aussetzen – ein besonderer Höhepunkt zum 125. Jubiläum des Wahrzeichens.

Der Brunnen, der 1901 enthüllt wurde, ist seit jeher ein geliebtes Symbol für Studierende und Einheimische. Obwohl das Küssen der Statue offiziell seit 1926 verboten ist, gilt es bis heute als inoffizieller Ritus für akademischen Erfolg.

Am 8. Juni 1901 wurde der Gänseliesel-Brunnen in Ingolstadt eingeweiht. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zu einer Kultfigur, besonders unter Studierenden, die sich durch einen Kuss auf die Statue Glück für Prüfungen erhofften. Doch die wiederholten Beschädigungen führten 1926 zum offiziellen Verbot.

Trotz des Verbots hielt sich der Brauch als geheime Tradition. 1990 wurde das Original schließlich durch eine Replik ersetzt, um es zu erhalten. Nun, zum 125. Jubiläum, lockert die Stadt die Regeln vorübergehend.

Am 19. April, 4. Juni und 27. September 2026 dürfen Besucher die Statue küssen oder sich mit ihr fotografieren lassen. Die Entscheidung sorgt unter Anwohnern für Gesprächsstoff – viele sehen darin eine Chance, sich mit einer alten lokalen Tradition zu verbinden.

Die vorübergehende Aufhebung des Verbots bietet Studierenden und Touristen eine seltene Gelegenheit, Ingolstadts Geschichte hautnah zu erleben. Die Stadt hofft, damit die kulturelle Bedeutung des Brunnens ins Bewusstsein zu rücken. Danach gelten wieder die üblichen Schutzmaßnahmen für die Statue.