Hufeisensiedlung wird 100: Britz feiert mit Kunst, Musik und Geschichte
Laila SchomberHufeisensiedlung wird 100: Britz feiert mit Kunst, Musik und Geschichte
Britz' ikonische Hufeisensiedlung feiert 100-jähriges Jubiläum mit viertägigem Fest
Vom 23. bis 26. Juli 2025 begehnt Berlins berühmte Hufeisensiedlung in Britz ihr 100-jähriges Bestehen mit einem viertägigen Festival. Die Veranstaltung ist Teil der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Jubiläum des Bezirks Britz und verbindet historische Rückblicke mit modernem Kulturprogramm.
Das Fest beginnt mit einem Mix aus Konzerten, Lesungen und Ausstellungen, die über das gesamte Gelände verteilt stattfinden. Geplant sind zudem Filmvorführungen und ein kreativer Workshop unter der Leitung von Schülerinnen und Schülern der Fritz-Karsen-Schule. Die Organisatoren möchten damit die nachhaltige Wirkung der Neuen Bauens-Bewegung würdigen, die von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner geprägt wurde.
Die gestalterischen Prinzipien der Hufeisensiedlung – Funktionalismus, sozialer Wohnungsbau und rationale Stadtplanung – wurden später weltweit zum Vorbild, etwa für Stuttgarts Weißenhofsiedlung, die britische Gartenstadt-Bewegung oder moderne UNESCO-Welterbestätten in Tel Aviv und Barcelona. Christoph Rauhut, Leiter des Landesdenkmalamts Berlin, betont, dass solche Siedlungen auch heute noch frisch und dynamisch wirken.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet am 26. Juli das Hufeisenfest mit "Wanderkonzerten" und einem gemeinsamen Picknick, das die Gemeinschaft zusammenbringen soll. Unterstützt wird das Event von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.
Das Festival zeigt, wie aktuell die ursprüngliche Vision der Siedlung auch ein Jahrhundert später noch ist. Durch Kunst, Musik und Diskussionen können Besucherinnen und Besucher das Erbe der bahnbrechenden Arbeit von Taut und Wagner erkunden. Gleichzeitig stärkt die Veranstaltung die Verbindung zwischen der Geschichte Britz' und der heutigen Gemeinschaft.






