Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbarkirchenkreisen
Mark BolnbachHerbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbarkirchenkreisen
Kirchenkreis Solingen tritt an diesem Wochenende zur Herbstsynode zusammen
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode zusammen. Die Veranstaltung findet in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof statt und steht vor weitreichenden Entscheidungen – darunter ein geplanter Zusammenschluss mit benachbarten Kirchenkreisen. Die Delegierten stimmen zudem über Finanzpläne ab und würdigen eine ausscheidende Pfarrerin.
Die Synode beginnt am Freitagabend mit finanziellen Beratungen. Die Teilnehmer prüfen und beschließen die Haushalte für das Jahr 2026. Zudem wird Pfarrerin Astrid Klumb für ihr langjähriges Wirken geehrt, bevor sie in den Ruhestand verabschiedet wird.
Am Samstag rückt der Fusionsvorschlag in den Mittelpunkt. Die Delegierten entscheiden, ob die Verhandlungen zur Zusammenlegung des Solinger Kirchenkreises mit den Nachbarkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg eingeleitet werden sollen. Erste Gespräche mit den beiden Kreisen hatten im Sommer 2025 begonnen; eine gemeinsame Sitzung aller drei Synodalvorstände hat das Vorhaben bereits befürwortet.
Ziel der Fusion ist eine effizientere Struktur. Superintendentin Dr. Ilka Werner betont, dass die heutige Größe des Kirchenkreises Solingen eine vollständige Eigenständigkeit auf Dauer unmöglich mache. Stattdessen sollen die Solinger Gemeinden innerhalb des neuen Verbunds eine eigenständige Region bilden und so lokale Entscheidungsbefugnisse bewahren. Der Prozess wird voraussichtlich drei bis vier Jahre dauern, wobei die Gemeinden eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der einzelnen Schritte spielen.
Auf dem Programm steht zudem ein Grußwort des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters, Daniel Flemm. Darüber hinaus befasst sich die Synode mit der Initiative "Klingenkirche 2030", die die zukünftige Ausrichtung des Kirchenkreises skizziert.
Falls die Delegierten dem Zusammenschluss zustimmen, soll das Verfahren im Januar 2026 offiziell starten. Die Entscheidung wird die Weichen für die Verwaltung der Solinger Kirche in den kommenden Jahren stellen. Während der zweitägigen Veranstaltung werden zudem die Finanzplanung und personelle Veränderungen finalisiert.






