Henkel kämpft mit steigenden Kosten – doch Premiummarken bleiben stabil
Mark BolnbachHenkel kämpft mit steigenden Kosten – doch Premiummarken bleiben stabil
Der Konsumgüterkonzern Henkel sieht sich mit steigenden Kosten konfrontiert, die auf höhere Ölpreise und Belastungen in den Lieferketten zurückzuführen sind. Das Unternehmen, das 2021 einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro erzielte, beschäftigt weltweit etwa 47.000 Mitarbeiter – weniger als ein Fünftel davon in Deutschland. Obwohl Henkel nicht direkt von der Krise betroffen ist, muss es nun höhere Ausgaben bei Zulieferern und Logistikpartnern verkraften.
Durch die Auswirkungen des Krieges auf die Ölpreise sind die Material-, Transport- und Produktionskosten für Henkel gestiegen. Zulieferer und Logistikunternehmen geben diese Mehrkosten inzwischen an das Unternehmen weiter. Dennoch zeigt sich Henkel optimistisch, dass sich der Konflikt nicht über das gesamte Jahr hinziehen wird.
Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Sparte Consumer Brands – zu der bekannte Marken wie Persil und Schwarzkopf gehören – ein leichtes organisches Umsatzwachstum von 0,3 %. Treiber waren höhere Preise und bessere Absatzmengen in der zweiten Jahreshälfte, wobei der Gesamtumsatz bei etwa 9,7 Milliarden Euro lag. Auch die Profitabilität verbesserte sich dank eines strafferen Produktsortiments.
Die Nachfrage nach den Premiummarken von Henkel bleibt in Europa und Nordamerika stabil, selbst wenn Verbraucher an anderer Stelle sparen. Viele Käufer greifen weiterhin zu Persil und Schwarzkopf statt zu günstigeren Alternativen, auch wenn einige die Produkte sparsamer einsetzen. Der Vorstandsvorsitzende warnte davor, notwendige Preiserhöhungen hinauszuzögern, und betonte, dass die gestiegenen Kosten im Verkaufspreis abgebildet werden müssten. Um die Anpassungen zu rechtfertigen, hebt Henkel die Qualität und die Vorteile seiner Produkte hervor.
Henkel steuert durch eine schwierige Phase mit steigenden Kosten und zurückhaltenden Konsumausgaben. Mit dem Fokus auf starke Produkte und eine klare Preispolitik will das Unternehmen die Treue zu seinen Premiummarken erhalten. Bisher bleiben die Umsätze in den wichtigsten Märkten stabil – doch die allgemeine Wirtschaftslage bleibt ungewiss.






