07 June 2026, 12:10

Heizöldiesel-Betrug in Aachen: Warum Autofahrer riskante Abkürzungen nehmen

HZA-AC: Aachener Zoll deckt 'roten Diesel' bei Fahrzeugbesitzern auf, die Dieselpartikelfilter entfernen, um Steuerhinterziehung zu verschleiern

Heizöldiesel-Betrug in Aachen: Warum Autofahrer riskante Abkürzungen nehmen

Zollbeamte in Aachen verzeichnen einen Anstieg von Autofahrern, die Heizöl statt Diesel in ihren Fahrzeugen verwenden. Diese als „Heizöldiesel-Betrug“ bekannte Praxis ist illegal und wird mit empfindlichen Strafen geahndet – von Geldbußen bis hin zu Haftstrafen.

Da Heizöl deutlich niedriger besteuert wird als Diesel, ist es für manche Fahrer eine verlockende, aber gesetzeswidrige Alternative. Um Betrugsfälle aufzudecken, entnehmen Zollbeamte bei Kontrollen Kraftstoffproben. Wird Heizöl nachgewiesen, wird der gesamte Tankinhalt – unabhängig von der tatsächlichen Füllmenge – versteuert.

Das Heizöl ist mit einem roten Farbstoff markiert, um es von normalem Diesel zu unterscheiden. In einem Fall hatte ein Fahrzeugbesitzer sogar den Dieselfilter übermalt, um die illegale Substanz zu vertuschen. Neben den rechtlichen Konsequenzen kann die Verwendung von Heizöl Motorschäden verursachen und die Schadstoffemissionen erhöhen.

Steuerhinterziehung auf diese Weise kann mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder hohen Geldstrafen bestraft werden. Das Zollamt Aachen rät bei Fragen zu einer Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail.

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Der Anstieg von Heizöl-Betrug birgt Risiken für Fahrzeuge und Umwelt alike. Die Behörden führen gezielt Kraftstoffanalysen durch, um Täter zu überführen. Wer überführt wird, muss mit schweren finanziellen Sanktionen oder sogar Haft wegen Steuerhinterziehung rechnen.

Quelle