29 March 2026, 16:13

Heino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann Richard Mänder in Bad Belzig

Schwarz-weißes Bild einer Gruppe von Menschen, die mit Fahnen und Plakaten die Straße entlangmarschieren, mit einem Laternenpfahl links und einer Tafel mit der Aufschrift "Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in Berlin" rechts.

Heino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann Richard Mänder in Bad Belzig

Schlagerstar Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig nach Entlassung von Feuerwehrmann Richard Mänder

Nach der Abberufung des Feuerwehrmanns Richard Mänder von seiner Richtertätigkeit bei einer deutschen Meisterschaft veranstaltete der Sänger Heino in Bad Belzig ein Solidaritätskonzert, das rund 800 Besucher anzog – darunter auch freigestellte Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen. Mänders Entlassung folgte auf seine Entscheidung, die vollständige Version der deutschen Nationalhymne inklusive der umstrittenen ersten Strophe abzuspielen.

Der Streit hatte begonnen, als Mänder, ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig, während einer Meisterschaftsveranstaltung Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren – mit allen drei Strophen – abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit dem Entzug aller Richterämter und verwies auf die historischen Belastungen des Liedes. Mänder weist rechtsextreme Gesinnung von sich und bezeichnet die Sanktionen als ungerecht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Heino kritisierte die Entscheidung öffentlich als unfair. Sein Manager, Helmut Werner, erklärte, der Sänger wolle Mänder unterstützen, der seiner Meinung nach eine zweite Chance verdient habe. Beim Konzert selbst sang Heino unter anderem Schwarzbraun ist die Haselnuss sowie Layla – ein Titel, dem in der Vergangenheit bereits Sexismusvorwürfe gemacht wurden. Einige Männer im Publikum skandierten während des Auftritts Ostdeutschland, Ostdeutschland!, andere tanzten zu Hits wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara.

Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, lobte die Veranstaltung als starken Beweis für Zusammenhalt. Unterdessen kündigte Mänder an, künftig eigene jährliche Feuerwehr-Sportmeisterschaften zu organisieren – ein Vorhaben, das die Spannungen innerhalb der Feuerwehr weiter vertiefen könnte.

Der Deutsche Feuerwehrverband hat seine Entscheidung über Mänders Suspendierung bisher nicht zurückgenommen. Seine geplanten Veranstaltungen könnten die Gräben in der Feuerwehrgemeinschaft weiter vertiefen. Das Konzert hat indes die anhaltenden Debatten über nationale Symbole, Meinungsfreiheit und institutionelle Reaktionen erneut in den Fokus gerückt.

Quelle