13 March 2026, 02:11

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – 53 Jobs betroffen

Ein Betonbordstein mit einer aus ihm wachsenden Pflanze, umgeben von üppigen grünen Pflanzen und trockenen Blättern auf dem Boden.

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – 53 Jobs betroffen

Heidelberg Materials schließt Zementwerk in Paderborn im Rahmen einer Umstrukturierung

Heidelberg Materials wird sein Zementwerk in Paderborn schließen – ein Schritt, der Teil eines umfassenderen Umstrukturierungsplans ist. Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen und die Neuausrichtung des Unternehmens auf kohlenstoffarme Produktion. Betroffen sind 53 Mitarbeiter, doch das Unternehmen hat zugesagt, faire Lösungen für sie zu finden.

Am Standort Paderborn wurde seit 2022 ein innovativer, CO₂-armer Zement mit dem Namen Ternocem® erprobt. Der kleine Drehrohrofen – der kleinste Deutschlands – arbeitete im Pilotbetrieb, um das Produkt zu entwickeln. Mittlerweile hat Heidelberg Materials jedoch sein Sortiment an CO₂-reduzierten Zementen auf alle Standorte ausgeweitet, wodurch Paderborns besondere Rolle entfiel.

Die Produktion von Ternocem® wird an einem anderen, noch nicht genannten Standort fortgesetzt. Die Schließung steht im Einklang mit der Strategie des Unternehmens, die Kapazitäten an die Marktnachfrage anzupassen und gleichzeitig die Klimaziele voranzutreiben. Nahegelegene Steinbrüche sowie ein Transportbetonwerk in Paderborn bleiben weiterhin in Betrieb.

Als Alternative für die betroffenen Beschäftigten schlägt das Unternehmen eine Verlegung in die Werke nach Geseke oder Ennigerloh vor, wo anstehende Pensionierungen freie Stellen schaffen könnten. Unterdessen ist der Aktienkurs von Heidelberg Materials im vergangenen Monat um fast 18 Prozent gefallen – eine Reaktion der Anleger auf die Umstrukturierungsmaßnahmen.

Mit der Stilllegung endet die Zementproduktion in Paderborn, während andere lokale Betriebsstätten weiterlaufen. Die Entwicklung von Ternocem® wird an einem neuen Standort fortgeführt, und für die betroffenen Mitarbeiter könnten sich Arbeitsplätze in benachbarten Werken ergeben. Die Entscheidung unterstreicht den Kurs des Unternehmens hin zu mehr Nachhaltigkeit – trotz finanzieller und marktbedingter Herausforderungen.

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