Hanau gedenkt sechs Jahre nach rechtsextremem Anschlag – während Trumps Friedensrat erstmals tagt
Hanau gedenkt sechs Jahre nach rechtsextremem Anschlag – während Trumps Friedensrat erstmals tagt
Vor sechs Jahren erschoss ein rechtsextremer Attentäter in Hanau neun Menschen – die Tat hinterließ tiefe Spuren in der Rhein-Main-Region. Heute gedenken mehrere Städte mit Gedenkveranstaltungen der Opfer. Unterdessen läuft in den USA ein separater Prozess, in dem eine junge Klägerin behauptet, eine Social-Media-Sucht habe bei ihr zu schweren Depressionen und Suizidgedanken geführt.
Aus der Politik: Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen drängt auf strengere Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien. Daneben traf sich in Washington erstmals Donald Trumps neu gegründeter "Friedensrat", der sich mit dem Wiederaufbau des Gazastreifens und einem Waffenstillstandsplan befasst. Zudem sorgt winterliches Wetter in Teilen des Landes für Reisebehinderungen – Behörden warnen vor glatten Straßen.
Der Anschlag von Hanau am 19. Februar 2018 zählt zu den schlimmsten rechtsextremen Verbrechen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Heute finden in Frankfurt, Hanau und umliegenden Gemeinden Gedenkgottesdienste, Reden und Schweigeminuten statt. Überlebende und Angehörige der Opfer fordern weiterhin wachsame Aufmerksamkeit gegen Extremismus.
In den USA verhandelt derzeit ein Gericht einen Fall gegen den Tech-Konzern Meta. Eine Klägerin wirft dem Unternehmen vor, als Teenager eine Social-Media-Sucht entwickelt zu haben, die zu schweren psychischen Problemen führte – darunter Depressionen und Suizidgedanken. Meta-Chef Mark Zuckerberg räumte in seiner Aussage ein, dass Kinder unter 13 Jahren gelegentlich Altersbeschränkungen auf Plattformen wie Instagram umgehen.
In Nordrhein-Westfalen setzen sich Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Landeschef Jochen Ott für schärfere Regeln bei sozialen Medien ein. Ihr Vorschlag sieht ein Nutzungsverbot für unter 14-Jährige sowie eingeschränkten Zugang für ältere Jugendliche vor. Hintergrund sind wachsende Bedenken wegen der Gefahren für junge Nutzer im Netz.
Donald Trumps "Friedensrat", 2026 in Davos ins Leben gerufen, kam in Washington zu seiner ersten offiziellen Sitzung zusammen. Die von Trump lebenslang geleitete Gruppe koordiniert nun den Wiederaufbau des Gazastreifens und bemüht sich um regionale Stabilität. Beteiligt sind unter anderem Saudi-Arabien, die Türkei und Israel; für den Wiederaufbau wurden über 5 Milliarden Dollar zugesagt. Länder wie Deutschland und Frankreich lehnen eine volle Mitgliedschaft ab und betrachten den Rat als Konkurrenz zur UNO.
Winterchaos in NRW: Schnee und Eis machen Straßen im Niederrhein, Ruhrgebiet und Hochsauerland zur Rutschpartie. Die Behörden raten Autofahrern zu vorsichtiger Fahrweise und unvermeidbaren Fahrten.
Ebenfalls vor Gericht: Die Supermarktkette Lidl muss sich wegen des Vorwurfs verantworten, eine Werbeaktion habe Kunden getäuscht und gegen Wettbewerbsrecht verstoßen. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, der Konzern habe sich dadurch unlautere Vorteile verschafft.
Die Gedenkfeiern in Hanau mahnen zum anhaltenden Kampf gegen rechtsextreme Gewalt. Der US-Prozess gegen Meta könnte Präzedenzfälle für den Umgang mit Jugendlichen in sozialen Medien schaffen. Die geplante Altersbeschränkung in NRW könnte die Debatte über mehr Sicherheit im Netz vorantreiben.
Trumps Friedensrat hat seine Arbeit aufgenommen, doch sein langfristiger Einfluss bleibt ungewiss. Mit Milliardenzusagen für Gaza hängt sein Erfolg von der Zusammenarbeit der beteiligten Staaten ab. Unterdessen halten die glatten Straßen in Westdeutschland an – Autofahrer müssen weiterhin besonders umsichtig sein.
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