Güterslohs Integrationsrat wird zum Ausschuss für Chancengleichheit und Integration
Linus JesselGüterslohs Integrationsrat wird zum Ausschuss für Chancengleichheit und Integration
Güterslohs Integrationsrat hat einen neuen Namen und eine neue Führung
Der Rat, nun Ausschuss für Chancengleichheit und Integration (ACI) genannt, trat erstmals unter der aktualisierten Bezeichnung zusammen. Die Umbenennung folgt einer Entscheidung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, die Struktur zu modernisieren.
Der ACI vereint zehn gewählte Mitglieder mit Migrationshintergrund und fünf Vertreter:innen aus dem Stadtrat. Die Neuausrichtung löst den bisherigen Arbeitsamt ab und unterstreicht das erweiterte Ziel von Inklusion und Gleichberechtigung.
Seref Cetin, seit 30 Jahren engagiertes Mitglied des Rates, prägte die Arbeit maßgeblich. Mit 13 Jahren nach Deutschland gekommen, ließ er sich 1972 in Gütersloh nieder und setzte sich seither für den Dialog zwischen den Gemeinschaften ein. Er betonte, dass gelungene Integration sowohl von Zugewanderten als auch von der Aufnahmegesellschaft aktiv gestaltet werden müsse. Cetin engagierte sich besonders für den christlich-islamischen Austausch – seine Initiativen führten zur Gründung einer interreligiösen Gruppe in Kooperation mit der evangelischen Kirche. Zudem würdigte er die langjährige Unterstützung der ehemaligen Bürgermeisterin Maria Unger für den Integrationsrat.
Bei der konstituierenden Sitzung des ACI wurde Magdalena Altuntaş zur Vorsitzenden gewählt; Stefanie Çelik und Pınar Sarıkan übernehmen die Stellvertretungen. Bürgermeister Matthias Trepper kündigte an, künftig an jedem Treffen teilzunehmen – ein deutliches Signal für die kommunale Rückendeckung.
Mit dem neuen Namen rückt der ACI die Themen Chancengleichheit und Integration stärker in den Fokus. Die erweiterte Besetzung und die neue Führung sollen die Gemeinschaft in Gütersloh enger zusammenbringen. Die Arbeit des Ausschusses wird unter dem aktualisierten Auftrag fortgesetzt, begleitet von der regelmäßigen Teilnahme des Bürgermeisters.