Großrazzia auf NRW-Baustellen: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Kirsten HentschelGroßrazzia auf NRW-Baustellen: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen auf Baustellen in mehreren Kreisen durchgeführt. Rund 110 Beamte überprüften etwa 280 Beschäftigte in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Im Fokus der Aktion stand die Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsrecht.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Arbeitnehmer von elf Arbeitgebern kontrolliert. Elf Männer verfügten weder über eine gültige Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnis. Gegen sie und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern überprüft, in Leverkusen 75 Arbeiter von elf Unternehmen. Im Rhein-Sieg-Kreis durchliefen 39 Angestellte von 15 Firmen die Kontrollen.
Bei den Überprüfungen deckten die Beamten zahlreiche Verstöße auf: Drei Unternehmen stehen im Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht zu zahlen. In fünf Fällen wurden Sozialabgaben nicht abgeführt, zudem gibt es in fünf weiteren Fällen Hinweise auf Sozialleistungsbetrug.
Die Aktion förderte multiple Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen zutage. Die Behörden haben Strafverfahren gegen die Verantwortlichen für illegale Beschäftigung eingeleitet. Weitere Ermittlungen zu Lohnverstößen und Sozialabgabenhinterziehung laufen noch.
