Gericht hebt Stadionverbot für umstrittenen Spielerberater Roger Wittmann auf
Laila SchomberGericht hebt Stadionverbot für umstrittenen Spielerberater Roger Wittmann auf
Ein Rechtsstreit zwischen Spielerberater Roger Wittmann und der TSG Hoffenheim ist mit einem Teilerfolg für den Berater zu Ende gegangen. Das Landgericht entschied am 19. September 2025, dass der Verein das Stadionverbot gegen ihn aufheben muss. Unterdessen hat sich die Debatte über die Zukunft von Fußballberatern verschärft, nachdem Matthias Sammer, Berater von Borussia Dortmund, scharfe Kritik geübt hatte.
Wittmann, Mitgründer der Agentur Rogon, ist seit Langem eine umstrittene Figur im deutschen Fußball. Seine Verbindungen zu Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hatten zuvor zu einem Hausverbot in Stadion und Vereinsanlagen geführt. Mit dem aktuellen Urteil werden Teile dieser Sperre aufgehoben, das Betretungsverbot für das Trainingsgelände bleibt jedoch bestehen.
Der Fall fällt in eine Zeit, in der Sammer, eine einflussreiche Stimme im Fußball, die Abschaffung von Spielerberatern forderte. Er argumentierte, diese würden überhöhte Provisionen kassieren, keine wesentliche Funktion erfüllen und das Verhältnis zwischen Spielern und Vereinen belasten. Wittmann wies diese Vorwürfe umgehend als "absoluten Unsinn" zurück und bezeichnete sie als haltlos.
Gegenüber den Vorwürfen warf Wittmann den Vereinen vor, Spieler in Abwesenheit von Beratern auszunutzen. Er betonte, dass Agenten Fußballer vor unangemessenem Druck schützten – eine Gegenposition zu Sammers Ansicht, ihr Wirken sei überflüssig.
Das Gerichtsurteil ermöglicht Wittmann die Rückkehr in Hoffenheims Stadion, wenn auch mit Einschränkungen. Sein Konflikt mit Sammer unterstreicht die anhaltenden Spannungen um den Einfluss von Beratern im Fußball. Bisher wurden jedoch keine grundlegenden Änderungen der Bundesliga-Regeln zur Spielervertretung angekündigt.