Höhere Geflügelpreise vor dem St. Martinstag - Geflügelpreise in NRW schießen im Oktober um 8,5 % nach oben
Geflügelpreise in Nordrhein-Westfalen steigen im Oktober stark an
Die Preise für Geflügel in Nordrhein-Westfalen sind im Oktober deutlich gestiegen. Frisches Geflügel kostet nun 8,5 % mehr als im gleichen Monat des Vorjahres – ein Trend, der die rückläufige Entwicklung aus dem Jahr 2022 umkehrt. Der Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund von Unsicherheiten über mögliche Lieferengpässe in Verbindung mit der Vogelgrippe.
Noch im vergangenen Jahr hatten Verbraucher in der Region weniger für Geflügel bezahlt. Die Preise für frisches Geflügel sanken 2022 im Vergleich zu 2021 um 2,1 %, während die Gesamtkosten für Geflügelprodukte um 1,6 % zurückgingen. Dieser Trend hat sich nun umgekehrt: Die Oktober-Zahlen zeigen einen spürbaren Preisanstieg.
Die Region ist bei bestimmten Geflügelprodukten stark von Importen abhängig. 2022 führte Nordrhein-Westfalen 657 Tonnen ganze Gänse aus Polen im Wert von 1,9 Millionen Euro ein – das entsprach 99 % aller Gänseimporte aus dem Ausland in diesem Jahr.
Branchenexperten sind uneins, ob die Vogelgrippe die Verfügbarkeit von Gänsen und Enten verringern wird. Die Sorge um die Versorgung hat zwar zu den jüngsten Preiserhöhungen beigetragen, doch endgültige Schlussfolgerungen stehen noch aus.
Der Preissprung im Oktober markiert eine deutliche Wende im Vergleich zum Rückgang des Vorjahres. Da die Vogelgrippe Fragen zur künftigen Versorgung aufwirft, bleibt der Markt unberechenbar. Vorerst müssen Verbraucher in der gesamten Region höhere Kosten für frisches Geflügel tragen.






