Gefälschte Mahnschreiben fluten deutsche Haushalte – wie Sie sich schützen
Mark BolnbachGefälschte Mahnschreiben fluten deutsche Haushalte – wie Sie sich schützen
Betrüger verschicken zunehmend gefälschte Mahnschreiben an Verbraucher
Immer häufiger werden Verbraucher mit gefälschten Inkassoschreiben konfrontiert, in denen Zahlungen für nicht existierende Schulden gefordert werden – oft unter dem Namen echter Unternehmen. Behörden haben nun Warnungen herausgegeben und eine Schwarze Liste veröffentlicht, um Bürger vor solchen Betrugsmaschen zu schützen.
Das Verbraucherzentrale Brandenburg hat in seiner aktuellen "Inkasso-Schwarzen Liste" 146 verdächtige Firmen identifiziert. Viele der Schreiben enthalten Kontodaten ausländischer Banken – ein klares Warnsignal für Betrug. Die Täter geben sich zudem als bekannte Inkassodienstleister wie Jedermann Inkasso GmbH, Universal Inkasso AG oder DIAS Deutsche Inkasso Service GmbH aus, um seriös zu wirken.
Echte Inkassounternehmen müssen klare Angaben zu Dienstleistung, Firma und dem Zeitrahmen der Forderung machen. Gefälschte Schreiben hingegen enthalten oft vage Formulierungen oder setzen Opfer unter Druck, schnell zu zahlen. Verbraucherschützer in Nordrhein-Westfalen warnten kürzlich vor einer Betrugsmasche unter dem Namen COEO-INKASSO GmbH und riefen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.
So schützen Sie sich vor Betrug Behörden raten davon ab, auf unaufgeforderte Zahlungsforderungen zu reagieren. Verbraucher sollten niemals Lastschriften freigeben oder Geld überweisen, ohne die Forderung zuvor geprüft zu haben. Im Rechtsdienstleistungsregister, das online kostenlos einsehbar ist, sind alle zugelassenen Inkassodienstleister verzeichnet – eine Abfrage dort bestätigt, ob ein Unternehmen legitim ist.
Angesichts der steigenden Zahl gefälschter Inkassoschreiben haben die Behörden nun Gegenmaßnahmen ergriffen. Mit 146 Firmen auf der Schwarzen Liste haben Verbraucher bessere Möglichkeiten, Betrug zu erkennen und zu melden. Die sicherste Methode, um finanziellen Schaden zu vermeiden, bleibt die Überprüfung von Forderungen über offizielle Register.






