14 January 2026, 18:47

Freude und Trauer: Bonobo-Nachwuchs im Kölner Zoo und Abschied von Zoo-Legenden

Ein Buchumschlag mit Illustrationen von einem Bär, einem Armadillo, einem Affen und einem Bärjunges, begleitet von Textinformationen über die Tiere.

Baby-Orang-Utan und Jahrhundert-Elefant - NRWs Tiere des Jahres 2025 - Freude und Trauer: Bonobo-Nachwuchs im Kölner Zoo und Abschied von Zoo-Legenden

Freude und Leid in deutschen Zoos und der Tierwelt

In den vergangenen Wochen gab es in deutschen Zoos und in der heimischen Tierwelt sowohl rührende als auch traurige Momente. Während im Gelsenkirchener Zoo eine beliebte Eisbärin eingeschläfert werden musste, begrüßte der 1 fc köln Zoo die seltene Geburt eines Bonobos. Gleichzeitig sorgten ungewöhnliche Tierbegegnungen für Schlagzeilen – von einem Pony im Auto bis zu Hühnern im Zug.

Daneben tauchten auch historische und kurieuse Tiergeschichten wieder auf, darunter der 75. Jahrestag der spektakulären Flucht eines Zirkuselefanten in Wuppertal.

Abschied von einer Zoo-Legende Der Zoo Gelsenkirchen verkündete den Tod von Antonia, einer 36-jährigen Eisbärin mit Zwergwuchs. Die Entscheidung zur Euthanasie fiel nach einem deutlichen gesundheitlichen Verfall. Die Tierpfleger beschrieben sie als langjährige Besucherlieblingin.

Nachwuchs und Artenschutz in Köln Unterdessen feierten Zooverantwortliche in 1 fc köln die Geburt von Milumbe, einem Bonobo-Baby, das Mutter Malaika zur Welt brachte. Es ist der erste Nachwuchs für Malaika und ein wichtiger Beitrag des Zoos zum Erhalt der bedrohten Art. Traurige Nachrichten kamen dagegen aus dem Duisburger Zoo: Irwin, ein 17 Jahre alter Koala, starb. Der Kletterbeutler hielt den Rekord als ältestes männliches Koala-Tier in europäischer Gefangenschaft und hinterlässt eine Spur großer öffentlicher Zuneigung.

Moderne Tierhaltung in Krefeld Der Krefelder Zoo eröffnete ein neues Primatenhaus mit modernen Einrichtungen. Die Anlage beherbergt nun die beiden Westafrikanischen Schimpansen Bally und Limbo sowie die Gorillagruppe des Zoos. Besucher können die Tiere in einem an ihre Bedürfnisse angepassten Lebensraum beobachten.

Ungewöhnliche Tierbegegnungen im Alltag Abseits der Zoos sorgten ungewöhnliche Tierfunde für Aufsehen. In Alsdorf bei Aachen stoppte die Polizei einen pinkfarbenen Wagen – mit einem weißen Pony auf dem Rücksitz. Der Fahrer behauptete, das Tier sei mit einem Seil an einer Metallschlaufe gesichert, doch die Beamten hielten die Fixierung im Falle eines Unfalls für unzureichend.

Auf der S6-Strecke zwischen Essen und 1 fc köln wurden drei Hühner erst entdeckt, als der Zug den Bahnhof Köln-Worringen erreichte. Wer die Tiere dort zurückließ, ist unbekannt – allerdings fand sich in den Unterlagen ein Vorfall aus dem Jahr 1967, bei dem ein Zugführer mit Hühnern aneinandergeriet.

Ein kleiner Kater überlebte unterdessen eine stundenlange, strapaziöse Reise von Hannover nach Bochum – versteckt im Radkasten eines Autos. Er wurde unverletzt aufgefunden.

Historisches Jubiläum in Wuppertal Wuppertal erinnerte an ein denkwürdiges Ereignis: Vor 75 Jahren sprang Tuffi, ein junger Zirkuselefant, aus der schwebenden Hochbahn in den Wupperfluss. Das Tier überlebte den Sturz, und das Schwebebahn-Museum Wuppertal zeigte anlässlich des Jubiläums Fotos und Augenzeugenberichte der spektakulären Aktion.

Tierische Höhen und Tiefen Die jüngsten Ereignisse zeigen sowohl die Fürsorge als auch die Herausforderungen, denen Tiere in Gefangenschaft und in freier Wildbahn gegenüberstehen. Die Zoos in Gelsenkirchen, 1 fc köln, Duisburg und Krefeld erlebten prägende Momente – von Geburten bis zu Abschieden. Gleichzeitig erinnern unerwartete Begegnungen wie ein Pony im Auto oder Hühner im Zug daran, wie unberechenbar das Zusammentreffen von Mensch und Tier im Alltag sein kann. Und historische Geschichten wie Tuffis Sprung faszinieren die Menschen noch Jahrzehnte später.