Frau täuscht eigene Entführung vor – und landet vor Gericht wegen Erpressung
Laila SchomberProzess: Frau simuliert ihre eigene Entführung vor Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und landet vor Gericht wegen Erpressung
Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wie das Gericht erfuhr, inszenierte sie die aufwendige Täuschung in einer Phase schwerer Depressionen und finanzieller Not, die mit ihrer Spiel- und Kaufsucht zusammenhing.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten ihn auf, 5.000 Euro auf ein Konto zu überweisen, und warnten, das Leben seiner Frau sei in Gefahr. Aus Sorge um ihre Sicherheit kam er der Forderung nach.
Die Polizei leitete eine großangelegte Suchaktion ein, darunter Telefonüberwachung und eine umfangreiche Fahndung. Später fanden Beamte die Frau in der Nähe des Kölner Doms, wo sie ihre vermeintliche „Freilassung“ inszeniert hatte. Die Ermittler entdeckten bei ihr fast 5.000 Euro, und sie gestand, den Betrug selbst geplant zu haben.
Während des Prozesses kam ans Licht, dass die Frau durch ihre Süchte Schulden in Höhe von 20.000 Euro angehäuft hatte. Vor Gericht erklärte sie später, sie könne sich nicht mehr genau erinnern, wie sie die Entführung geplant habe, und führte ihre Handlungen auf ihre damals schwere Depression zurück.
Das Gericht verurteilte sie zu 14 Monaten Haft auf Bewährung wegen Erpressung durch Drohung und Vortäuschung einer Straftat. Der Fall zeigte die finanziellen und psychischen Nöte hinter der Täuschung auf – ihre Schulden und mentalen Gesundheitsprobleme spielten dabei eine zentrale Rolle.






