28 April 2026, 02:12

Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

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Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

Fortuna Düsseldorf bleibt in Rechtsstreit mit NRW um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen verwickelt

Der Fußballclub Fortuna Düsseldorf ringt weiterhin in einem juristischen Streit mit dem Land Nordrhein-Westfalen um die Rückforderung von 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Verein einen Teil oder sogar die gesamte Summe zurückzahlen muss. Ein jüngster Vorschlag des Gerichts sieht eine außergerichtliche Einigung mit einer Teilrückzahlung von unter 500.000 Euro vor. Beide Seiten haben nun etwa vier Wochen Zeit, um eine gütliche Lösung zu finden.

Auslöser des Konflikts war die Forderung des Landes, die vollen 1,7 Millionen Euro zurückzuerstatten – mit der Begründung, die Umsatzeinbußen des Clubs seien nicht allein auf die Pandemie, sondern auch auf den Abstieg in die 2. Bundesliga 2020 zurückzuführen. Fortuna Düsseldorf entgegnete, die finanziellen Belastungen seien vor allem durch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit während der Lockdowns entstanden. Im April 2025 gab das Verwaltungsgericht Düsseldorf dem Verein recht und urteilte, das Land habe keinen rechtlichen Anspruch auf die Rückforderung der Hilfsgelder.

Das Gericht kritisierte zudem, das Land habe bei der Verteilung der Mittel uneinheitliche Maßstäbe angelegt. Trotz dieses Erfolgs schlug das Oberverwaltungsgericht Münster später vor, das Verfahren gegen eine reduzierte Rückzahlung einzustellen. Der 4. Senat des Gerichts regte eine Summe von weniger als 500.000 Euro an.

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Für den Verein hat der langwierige Streit zu Planungsunsicherheit geführt. Fortuna Düsseldorf hatte bereits gewarnt, dass verzögerte Zugänge zu den 1,7 Millionen Euro den Club im Ligabetrieb wettbewerbsnachteilig zurückwerfen könnten. Sollte innerhalb der vierwöchigen Frist keine Einigung zustande kommen, könnte der Fall erneut vor Gericht landen und das Verfahren würde fortgesetzt.

Die vorgeschlagene Lösung würde bedeuten, dass Fortuna Düsseldorf seine Klage teilweise zurückzieht und einen Teil der Hilfen zurückerstattet. Scheitern die Verhandlungen, bleibt der Rechtsstreit bestehen – mit ungewissen Folgen für die Finanzen und die sportliche Wettbewerbsfähigkeit des Vereins. Das Ergebnis wird zeigen, wie viel der ursprünglichen 1,7 Millionen Euro das Land letztlich zurückfordern kann.

Quelle